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Anwendungsgebiet
Lernen mit KI-Avataren, und was davon belegt ist
Warum der sichtbare Sprecher nicht der Hebel ist, was unsere eigene Eyetracking-Erhebung zeigt und was nicht, wo die Rechnung trägt und welche Aufgaben bei Menschen bleiben.

Die Aufstellung im Abschnitt zur Rechnung ist ein Modell mit erfundenen Ausgangswerten und kein gemessenes Ergebnis. Die Eyetracking-Erhebung weiter unten haben wir selbst durchgeführt, ihr Aufbau steht dort, und sie ist nicht durch Dritte geprüft. Aus der Vorfassung dieser Seite sind rund vierzig Prozentwerte entfernt worden, für die keine Quelle vorlag, dazu ein Zitat, dessen Urheberin nicht auffindbar ist.
Im Lernen trägt ein Avatar die Wiederholung und die Sprachen, nicht die Didaktik. Die Forschung zum Lernen mit Multimedia findet die starken Effekte bei kurzen Abschnitten, beim Weglassen von Beiwerk und bei zugewandter Sprechweise. Der sichtbare Sprecher gehört nicht dazu. Unsere eigene Eyetracking-Erhebung von 2024 mit 240 Personen zeigt eine höhere Blickzeit auf dem Inhalt, 72 gegen 43 Prozent, und sie sagt nichts über das Wissen nach sechs Wochen. Es tragen Grundlagenmodule, Softwareeinführungen und die Vorbereitung auf Präsenztermine. Übung, Rückmeldung und Prüfung bleiben bei Menschen. Die Aufstellung weiter unten kommt auf einen Ausgleich nach etwa elf Monaten. Die Ausgangswerte sind erfunden.
Was beim Lernen mit Videos tatsächlich wirkt
Die belegten Effekte liegen nicht beim Gesicht, sondern beim Aufbau.
Die Vorfassung dieser Seite begründete den Einsatz von Avataren damit, dass Menschen von Menschen lernen. Der Satz klingt einleuchtend, führt aber in die falsche Richtung. Die Forschung zum Lernen mit Multimedia, über Jahrzehnte zusammengetragen und bei Richard E. Mayer zusammengefasst, findet die starken Effekte an anderen Stellen als beim sichtbaren Sprecher.
| Gestaltung | Wirkung | Was ein Avatar dazu beiträgt |
|---|---|---|
| Inhalt in kurze Abschnitte teilen | Stark belegt | Nichts, das ist eine Entscheidung im Drehbuch |
| Beiwerk weglassen, Musik und Effekte sparen | Stark belegt | Nichts, aber er verführt zum Gegenteil |
| Erklärung sprechen statt schreiben | Belegt | Genau das, zuverlässig und in vielen Sprachen |
| Zugewandte, persönliche Sprechweise | Belegt | Trägt sie, wenn das Skript sie hergibt |
| Wichtiges hervorheben und ankündigen | Belegt | Nichts, das ist Arbeit am Text |
| Eine Person sichtbar zeigen | Schwach und nicht durchgängig | Genau das, aber es ist der kleinste Posten |
Ein Avatar macht ein schlechtes Skript nicht gut. Er macht es nur in sechs Sprachen verfügbar.
Daraus folgt eine andere Begründung für den Einsatz, und sie ist tragfähiger als die alte. Ein Avatar rechnet sich im Lernen nicht, weil er besser lehrt, sondern weil er dieselbe Erklärung beliebig oft, in mehreren Sprachen und nach jeder Änderung erneut liefert. Der Aufwand wandert dabei vom Termin ins Drehbuch, und genau dort entsteht die Qualität.
Was unsere eigene Erhebung zeigt und was nicht
Eine Eyetracking-Erhebung mit 240 Personen, ihr Aufbau und ihre Grenzen.
2024 haben wir eine Eyetracking-Erhebung durchgeführt und dafür 240 Personen in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe sah eine Schulung mit einem Avatar, die andere denselben Inhalt als Text. Gemessen wurde, welcher Anteil der Blickzeit auf die inhaltlich relevanten Bereiche fiel. In der Avatar-Gruppe waren es 72 Prozent, in der Textgruppe 43 Prozent.
Diese Erhebung stammt aus dem eigenen Haus und ist nicht durch Dritte geprüft. Sie sagt etwas über Aufmerksamkeit im Moment des Ansehens. Sie sagt nichts darüber, was nach sechs Wochen noch gewusst wird, ob eine Handlung sich ändert oder ob ein Kurs zu Ende gebracht wird. Wer diese drei Fragen für sein Haus beantworten will, braucht eine Wissensabfrage mit einem Ausgangswert aus der Zeit vor der Umstellung.
| Frage | Stand |
|---|---|
| Fällt die Blickzeit stärker auf den Inhalt? | Eigene Erhebung 2024, 240 Personen, zwei Gruppen |
| Wird nach Wochen mehr gewusst? | Von uns nicht untersucht |
| Werden Module häufiger abgeschlossen? | Von uns nicht untersucht |
| Ändert sich das Handeln am Arbeitsplatz? | Von uns nicht untersucht |

Wo ein Avatar in der Weiterbildung trägt
Drei Anwendungsfälle, die sich rechnen, und drei, die bei Menschen bleiben.
| Anwendungsfall | Beurteilung | Warum |
|---|---|---|
| Grundlagenmodule, die sich jährlich wiederholen | Trägt | Gleicher Inhalt, viele Durchläufe, mehrere Sprachen |
| Einführung in eine Software | Trägt mit Pflegeposten | Bildschirmaufnahme und Erklärung, veraltet mit jeder Oberfläche |
| Vorbereitung auf einen Präsenztermin | Trägt | Alle kommen mit demselben Stand, die Präsenz beginnt bei der Übung |
| Übung mit Rückmeldung | Bleibt bei Menschen | Rückmeldung setzt voraus, dass jemand zusieht |
| Coaching und Beratung zur eigenen Lage | Bleibt bei Menschen | Der Inhalt entsteht im Gespräch, er liegt nicht vorher fest |
| Prüfung und Bewertung | Bleibt bei Menschen | Aufsicht, Nachfragen und Bewertung sind nicht delegierbar |
Der letzte Satz ist der eigentliche Grund, aus dem sich die Umstellung in der Weiterbildung lohnt. Wer die Grundlagen aus dem Präsenztermin herausnimmt, gewinnt nicht Zeit im Kalender, sondern Zeit im Termin. Aus einem Tag, der zur Hälfte aus Vortrag besteht, wird ein Tag, an dem geübt wird. Diese Verschiebung lässt sich messen, und sie ist der überzeugendere Teil der Rechnung.
Die Rechnung an einem Weiterbildungsanbieter
Zwölf Grundlagenmodule, vier Durchläufe im Jahr, zwei Sprachen.
Die folgende Aufstellung steht für einen Anbieter mit zwölf Grundlagenmodulen, die im Jahr viermal in zwei Sprachen durchlaufen werden. Die Ausgangswerte sind erfunden und stehen offen, damit Sie sie durch die eigenen ersetzen können.
Was in dieser Rechnung nicht steht
Behaltensleistung, Abschlussquoten und Zufriedenheit. Die Vorfassung dieser Seite rechnete mit einer um 60 Prozent höheren Behaltensleistung und einer um 70 Prozent gesteigerten Abschlussquote und berief sich dafür auf eine Studie, die nicht auffindbar ist. Beide Größen sind im eigenen Haus erhebbar, aber nur mit einem Ausgangswert, und sie gehören nicht in eine Kostenrechnung.

Woran sich der Effekt ablesen lässt
Fünf Größen, die das Lernsystem ohnehin liefert, und eine, die niemand hat.
| Größe | Wie sie erhoben wird | Erwartung |
|---|---|---|
| Abschlussquote je Modul | Aus dem Lernsystem, je Sprache getrennt. | Aussagekräftig erst gegen den Ausgangswert |
| Stellen mit häufiger Wiederholung | Aus der Abspielstatistik, Rücksprünge je Abschnitt. | Der nützlichste Wert überhaupt, er zeigt schwierige Passagen |
| Ergebnis der Wissensabfrage | Gleiche Fragen wie vor der Umstellung, vier Wochen nach dem Modul. | Ohne Ausgangswert nicht auswertbar |
| Anteil der Präsenzzeit für Übung | Aus der Tagesplanung der Termine. | Steigt deutlich, der überzeugendste Wert |
| Abbruchstelle innerhalb eines Moduls | Aus der Abspielstatistik. | Zeigt, welche Module zu lang sind |
Eine Größe hat niemand, und sie wird trotzdem am häufigsten versprochen: die Wirkung auf das Handeln am Arbeitsplatz. Sie ließe sich nur mit einer Vergleichsgruppe erheben, die dieselbe Arbeit ohne die neue Schulung macht. In einem Betrieb ist das praktisch nicht herstellbar, und deshalb ist jede Zahl dazu eine Schätzung mit Nachkommastelle.
Was in solchen Vorhaben schiefgeht
Vier Schwierigkeiten, die in der Weiterbildung regelmäßig auftreten.
Aus der Schulung wird ein Vortrag
Weil sich ein Vortrag am einfachsten aufnehmen lässt. Dreißig Minuten durchgehende Erklärung sind aber das Gegenteil dessen, was die Forschung zum Lernen mit Medien empfiehlt. Sechs Abschnitte von vier Minuten mit einer Frage dazwischen tragen besser, und sie lassen sich einzeln austauschen, wenn sich etwas ändert.
Der Übungsteil entfällt
Er ist der teure Teil, und wenn die Grundlagen als Video vorliegen, wirkt das Programm vollständig. Damit verschwindet aber genau der Anteil, der die Handlung ändert. Die gewonnene Präsenzzeit gehört in Übung und Rückmeldung. Wer sie streicht, hat eine günstigere Schulung ohne Wirkung.
Die Zahlen der Anbieter wandern in die eigene Begründung
So ist die Vorfassung dieser Seite entstanden. Prozentwerte aus Anbieterunterlagen werden in einen Beschluss übernommen, und ein Jahr später fragt jemand nach der Quelle. Übernehmen Sie keine Zahl, für die Sie kein Dokument haben, auch nicht von uns. Was in einem Beschluss trägt, sind Kosten, Vorlauf und Mengen aus dem eigenen Haus.
Die Pflege ist nicht besetzt
Zwölf Module in vier Sprachen sind achtundvierzig Fassungen. Ändert sich eine Rechtsgrundlage oder eine Oberfläche, sind es achtundvierzig Änderungen. Ohne eine benannte Person und ein Verzeichnis mit Stand je Fassung liegt nach einem Jahr Material vor, dessen Gültigkeit niemand mehr beurteilen kann.
Wie Sie das für Ihr Haus nachrechnen
Vier Zahlen und eine Entscheidung über die Präsenzzeit.
- Zählen Sie die Termine des letzten Jahres, die aus wiederkehrenden Grundlagen bestanden, und die Honorare oder internen Stunden dafür.
- Trennen Sie je Termin den Anteil Vortrag vom Anteil Übung. Nur der erste ist adressierbar.
- Legen Sie fest, welche Sprachen Sie brauchen, und rechnen Sie je Sprache und Modul eine halbe Stunde Prüfzeit.
- Entscheiden Sie vorab, was mit der gewonnenen Präsenzzeit geschieht. Ohne diese Entscheidung wird sie gestrichen.
- Benennen Sie die Person, die die Fassungen pflegt, und legen Sie ein Verzeichnis mit Stand je Fassung an.
Wenn Sie diese Zahlen zusammenhaben, gehen wir sie in dreißig Minuten gemeinsam durch. Wenn Ihre Grundlagen im Jahr nur einmal durchlaufen werden, sagen wir Ihnen, dass die Rechnung nicht trägt.
Häufige Fragen zum Lernen mit Avataren
Lernen Menschen mit einem Avatar besser?
Für das sichtbare Gesicht allein ist das nicht belegt. Die Forschung zum Lernen mit Multimedia, zusammengefasst bei Richard E. Mayer, findet die starken Effekte an anderen Stellen: Inhalte in kurze Abschnitte teilen, Wichtiges hervorheben, Beiwerk weglassen, gesprochen statt geschrieben erklären, in zugewandter Sprechweise. Ein Avatar liefert die gesprochene Erklärung zuverlässig und in vielen Sprachen. Die Didaktik liefert er nicht.
Was hat Ihre eigene Erhebung gezeigt?
Wir haben 2024 mit 240 Personen eine Eyetracking-Erhebung durchgeführt und dafür zwei Gruppen gebildet. Eine sah eine Avatar-Schulung, die andere dasselbe Material als Text. Die Avatar-Gruppe richtete ihre Blicke zu 72 Prozent auf die inhaltlich relevanten Bereiche, die Textgruppe zu 43 Prozent. Die Erhebung stammt aus dem eigenen Haus und ist nicht durch Dritte geprüft. Sie sagt etwas über Aufmerksamkeit und nichts darüber, was nach sechs Wochen noch gewusst wird.
Ersetzt ein Avatar den Coach?
Nein, und das ist keine Frage des technischen Stands. Coaching besteht aus Rückmeldung auf etwas, das die andere Person gerade getan hat. Was ein Avatar übernimmt, sind die Grundlagen, die vor jedem Coaching ohnehin gleich sind. Der gewonnene Anteil Präsenzzeit gehört dann in Übung und Rückmeldung, nicht in weitere Erklärung.
Wo trägt ein Avatar in der Weiterbildung?
Bei Grundlagenmodulen, die sich wiederholen, bei Softwareeinführungen und überall, wo mehrere Sprachen gebraucht werden. Je häufiger derselbe Inhalt gebraucht wird und je mehr Sprachen dazukommen, desto klarer die Rechnung. Für Übung, Rückmeldung und Prüfung bleibt es bei Menschen.
Wie lang darf ein Modul sein?
Kürzer als die meisten Häuser planen. Sechs Abschnitte von drei bis fünf Minuten tragen besser als eine Einheit von dreißig, weil die Lernenden selbst entscheiden, wann sie weitergehen, und weil sich einzelne Abschnitte bei einer Änderung austauschen lassen, ohne alles neu aufzunehmen. Das ist zugleich der Punkt, an dem sich die Pflege später entscheidet.
Zum Mitnehmen
- Der sichtbare Sprecher ist nicht der Hebel. Segmentierung, Sprechweise und Weglassen von Beiwerk sind es.
- Ein Avatar trägt Wiederholung und Sprachen. Die Didaktik bleibt Arbeit von Menschen.
- Unsere eigene Erhebung betrifft Aufmerksamkeit, nicht Behaltensleistung. Der Unterschied ist wesentlich.
- Kurze Abschnitte statt langer Einheiten, weil sich einzelne Abschnitte austauschen lassen.
- Die gewonnene Präsenzzeit gehört in Übung und Rückmeldung, nicht in weitere Erklärung.
Ihre Zahlen statt unserer Annahmen
In dreißig Minuten trennen wir Ihre Termine in Vortrag und Übung und setzen Ihre Honorare und Sprachen in die Aufstellung oben ein. Sie gehen mit einer Zahl aus dem Gespräch, nicht mit einem Angebot.
Termin vereinbaren
Wählen Sie einen Zeitpunkt, der Ihnen passt. Das Gespräch dauert dreißig Minuten und findet als Videokonferenz statt.
Die Terminbuchung läuft über Calendly. Beim Laden des Kalenders werden Daten an Calendly übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Anfrage stellen
Wenn Ihnen ein Termin zu früh ist, schildern Sie hier kurz Ihr Vorhaben. Sie bekommen eine Einschätzung, ob sich die Rechnung bei Ihrem Aufkommen trägt.
Ihre Anfrage ist angekommen. Wir melden uns in der Regel am selben Werktag.
Die Anfrage ließ sich nicht zustellen. Schreiben Sie uns bitte an info@aidentical.de.
AIdentical Redaktion, Video- und Avatarproduktion der sensified AI GmbH. Diese Seite ist eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen und keine Kundenreferenz. Wo Marktpreise genannt sind, stehen Herkunft und Stand dabei. Stand: August 2026. Mehr zur Redaktion
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