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KI-Avatare. Überblick, Markt und Kosten für 2026
Was ein KI-Avatar ist, wo er heute arbeitet und was er kostet. Mit belegten Zahlen statt Marktgeschrei, drei Wegen zur Umsetzung und den Stellen, an denen die Technik nicht taugt.

Das Video liegt bei Wistia. Erst beim Abspielen werden Daten dorthin übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Ein KI-Avatar ist ein digitaler Sprecher mit Gesicht und Stimme, der geschriebenen Text als Video ausgibt oder in Echtzeit antwortet. Drei Bauformen sind zu unterscheiden: der ablesende Avatar für Videos, der antwortende für Auskunft im Dialog und der digitale Zwilling einer realen Person. Der Einstieg kostet zwischen rund 25 Euro im Monat für ein Werkzeug zur Selbstbedienung und 7.000 Euro netto für einen Avatar mit Ihrem eigenen Gesicht. Ab etwa vier Videos im Jahr trägt sich das gegen eine klassische Produktion, darunter nicht. Gesicht und Stimme einer realen Person sind personenbezogene Daten, deshalb steht deren Einwilligung am Anfang jedes Vorhabens.
Was ein KI-Avatar ist und wo die Abgrenzung liegt
Definition, die drei Bauformen und der Unterschied zu Chatbot und Deepfake.
Ein KI-Avatar ist ein digitaler Sprecher mit Gesicht und Stimme. Sie geben Text ein, er spricht ihn im Video. Oder er hört zu, sucht die Antwort in einer Wissensbasis und spricht sie aus. Vier Bausteine arbeiten dafür zusammen: ein Sprachmodell für den Inhalt der Antwort, eine Stimmsynthese für den Klang, eine Animation für Mundbewegung und Mimik, und bei antwortenden Avataren eine Spracherkennung für die Frage.
Wer diese Bausteine kennt, versteht auch, wo Aufwand entsteht. Der sprechende Kopf im Video ist der einfache Teil. Die Frage, woher die Antwort kommt und wer sie freigibt, ist der schwierige.
Drei Bauformen, drei Anlässe
Die Unterscheidung ist keine Spielerei mit Begriffen. Sie entscheidet über Aufwand, Betrieb und Preis, und zwar um mehr als eine Größenordnung.
| Bauform | Was sie tut | Typischer Anlass |
|---|---|---|
| Ablesender Avatar | spricht vorgegebenen Text als Video | Unterweisung, Produktvorstellung, Botschaft der Führung |
| Antwortender Avatar | versteht Fragen und antwortet im Dialog | Auskunft im Intranet, Empfang, erste Ebene im Support |
| Digitaler Zwilling | trägt Gesicht und Stimme einer realen Person | Geschäftsführung, Fachexperte, Ausbilder |
Der ablesende Avatar ist heute Alltag. Der antwortende ist aufwendiger, weil er eine gepflegte Wissensbasis braucht und weil jemand verantworten muss, was er sagt. Diese Verantwortung lässt sich nicht an die Technik abgeben. Wie das im Betrieb aussieht, steht auf der Seite zu antwortenden Avataren im Wissensmanagement.
Chatbot, Avatar, Deepfake
Gegen einen Chatbot fehlt dem Avatar nichts, er fügt etwas hinzu: ein Gesicht. Eine Untersuchung im Journal Human Factors and Ergonomics in Manufacturing hat vier Gestaltungen gegeneinander getestet, mit Befragung und Blickmessung. Menschliche und gezeichnete Gesichter erzielten höhere Werte für Wärme, Kompetenz und Vertrauen als sachliche Symbole. Dieselbe Arbeit rät davon ab, es mit dem Realismus zu übertreiben, weil zu genaue Abbilder unheimlich wirken und die Wirkung dann kippt.
Zum Deepfake ist der Abstand nicht technisch, sondern rechtlich und ethisch. Ein Avatar entsteht mit dem Einverständnis der dargestellten Person, ist als künstlich gekennzeichnet und erfüllt einen benannten Zweck. Fehlt eines dieser drei Stücke, ist die Grenze überschritten. Deshalb steht die Einwilligung bei uns am Anfang und nicht in den Vertragsanlagen.
Wie groß der Markt ist und warum die Zahlen so weit auseinanderliegen
Von 6 bis 270 Milliarden Dollar. Was die Spannweite erklärt und welche Prognosen sich belegen lassen.
Wer nach Marktzahlen für KI-Avatare sucht, findet Angaben, die um den Faktor vierzig auseinanderliegen. Das ist kein Fehler der Institute, sondern eine Folge unterschiedlicher Abgrenzung. Grand View Research zählt unter digitalen Avataren auch Spielfiguren, Anwendungen in virtueller Realität und Darstellungen in sozialen Netzwerken mit und kommt auf 18,19 Milliarden Dollar für 2023 mit einer Prognose von 270,61 Milliarden für 2030. Berichte, die nur Avatare für Unternehmenszwecke zählen, bleiben im einstelligen Milliardenbereich.
Für eine Entscheidung im Mittelstand taugt keine dieser Zahlen. Sie sagen nichts darüber, ob sich ein Vorhaben in Ihrem Haus rechnet. Nützlich ist an ihnen nur die Richtung, und die ist über alle Berichte hinweg dieselbe.
Diese drei Prognosen sind belegt und stammen vom selben Haus. Sie beschreiben keine Technikbegeisterung, sondern eine Erwartung an Kostenstruktur und Verfügbarkeit. Was daraus für ein einzelnes Unternehmen folgt, hängt an seinem Videoaufkommen und an der Zahl seiner Sprachen.
Eine Marktprognose beantwortet nie die Frage, ob sich ein Vorhaben in Ihrem Haus rechnet. Dafür brauchen Sie Ihre eigenen Zahlen: wie viele Videos im Jahr, in wie vielen Sprachen, wie oft geändert.
Wo Avatare heute arbeiten
Vier Einsatzfelder mit belegten Beispielen, dazu die Frage, was ein Avatar vom Support wirklich übernimmt.
Die Einsatzfelder sortieren sich nach der Frage, ob der Avatar ablesen oder antworten muss. Ablesen deckt Unterweisung, Produktvorstellung und interne Kommunikation. Antworten deckt Auskunft, Empfang und die erste Ebene im Support. Der Aufwand steigt beim Übergang deutlich.

Schulung und Einarbeitung
Das am besten belegte Feld. BSH Hausgeräte, der Hausgerätehersteller der Bosch-Gruppe, hat seine Schulungsvideos auf einen Avatar-Dienstleister umgestellt und berichtet von 70 Prozent geringeren Kosten für externe Videoproduktion, einem um 30 Prozent höheren Zuspruch beim E-Learning und über 30.000 Abrufen der Inhalte. Die Zahlen stammen aus einer Fallstudie des Anbieters Synthesia, sind also nicht unabhängig erhoben. Der Fortune-Bericht vom Juni 2025 nennt dieselbe Größenordnung.
Der Grund, warum es hier zuerst funktioniert, liegt in der Natur des Materials. Eine Unterweisung ändert sich jährlich in Details, nicht im Kern. Bei klassischer Produktion bedeutet jede geänderte Vorschrift einen neuen Drehtag. Beim Avatar bedeutet sie einen geänderten Satz. Wie das im Personalbereich aussieht, steht auf der Seite zu Avataren im Personalwesen.
Marketing und Vertrieb
Hier ist die Spannweite am größten, und deshalb lohnt ein genauer Blick auf ein Beispiel. Ein Hersteller von Tierfutter in den Vereinigten Staaten hat seine Werbevideos von einer Agentur zu einem Selbstbedienungs-Werkzeug verlagert. Vorher 3.000 Dollar je Video und sechs Videos im Jahr, nachher etwa 4 Dollar je Video, gerechnet als Ersparnis von 2.900 Dollar je Stück. Auch das ist eine Fallstudie des Anbieters, hier Creatify.
Dieses Beispiel spricht gegen ein Mandat und für ein Werkzeug, und es soll hier ausdrücklich stehen. Wer viele kurze Werbeclips für Anzeigenplätze braucht, bei denen niemand ein bestimmtes Gesicht erwartet, ist mit einem Abonnement für rund 30 Euro im Monat richtig beraten. Der Unterschied zu einem Vorhaben mit eigenem Gesicht liegt nicht in der Technik, sondern im Zweck. Was für den Vertrieb an Anlässen taugt, steht auf der Seite zu Avataren in Marketing und Vertrieb.
Auskunft und erste Ebene im Support
Zur Frage, welchen Anteil ein Avatar am Support übernimmt, sind Zahlen im Umlauf, für die sich keine Quelle finden lässt. Deshalb steht hier keine. Was sich sagen lässt: Der Anteil hängt daran, wie gut die Wissensbasis gepflegt ist und wie eindeutig die häufigen Fragen sind. In einem Haus mit gut dokumentierten Abläufen ist der Anteil hoch, in einem Haus mit vielen Sonderfällen niedrig. Diese Frage klären Sie an Ihren eigenen Ticketdaten, nicht an einer Kennzahl aus einem Prospekt.
Belegt ist dagegen die Richtung der Erwartung. Gartner rechnet damit, dass bis 2028 mindestens 70 Prozent der Kunden ihren Servicevorgang über eine dialogfähige Oberfläche beginnen. Ob diese Oberfläche ein Gesicht hat, entscheidet der Anbieter.
Kommunikation der Führung
Der Anlass, für den ein digitaler Zwilling gebaut wird: eine Geschäftsführung, die in sechs Ländern verständlich sein soll, ohne sechsmal vor die Kamera zu treten. Die Grenze ist hier besonders klar zu ziehen. Eine Quartalsmitteilung geht als Avatar. Eine Nachricht über Stellenabbau geht nicht. Was dabei zu beachten ist, steht auf der Seite zu Avataren in der Kommunikation der Führung.
Drei Wege zu einem Avatar, und wann welcher passt
Selbstbedienung, eigener Avatar, begleitetes Mandat. Mit Preisgrößenordnung und der Frage, wann das billigste genügt.
Die Wahl des Wegs ist die eigentliche Entscheidung, und sie fällt nicht am Preis, sondern am Zweck. Drei Wege stehen offen, und der billigste ist für einen Teil der Anlässe der richtige.

Weg eins: Werkzeug zur Selbstbedienung
Anbieter wie Synthesia, HeyGen und D-ID stellen fertige Sprecher zur Auswahl, in vielen Sprachen. Sie schreiben Text, wählen ein Gesicht aus dem Bestand und bekommen ein Video. Die Einstiegspakete liegen nach Angaben der Anbieter bei etwa 25 bis 40 Euro im Monat, Stand August 2026; die genauen Preise und Staffeln ändern sich häufig und stehen auf den Seiten der Anbieter.
Das genügt, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Es kommt nicht auf ein bestimmtes Gesicht an, die Inhalte sind unkritisch, und in Ihrem Haus ist jemand bereit, sich in das Werkzeug einzuarbeiten und die Videos selbst zu bauen. Fehlt die dritte Bedingung, wird aus dem Abonnement für 30 Euro schnell ein Vorhaben, das liegen bleibt.
Weg zwei: eigener Avatar mit Ihrem Gesicht
Hier wird ein Modell einer realen Person erstellt. Nötig sind ein Drehtag mit 30 bis 60 Minuten Rohmaterial, etwa eine Woche für das Training des Modells und einige Tage für Prüfung und Nachbesserung. Zwei bis drei Wochen sind realistisch. Bei AIdentical beginnt das bei 7.000 Euro netto; was darin enthalten ist, steht auf der Seite zu Preisen und Kosten.
Der Unterschied zum ersten Weg ist die Wiedererkennung. Ein Fachexperte, dessen Gesicht die Belegschaft kennt, erreicht sie anders als ein fremdes Gesicht aus einem Bestand. Dafür entsteht eine Abhängigkeit von einer Person: Wer das Haus verlässt, nimmt sein Recht am eigenen Bild mit. Diese Frage gehört vor den Drehtag geklärt und nicht danach.
Weg drei: begleitetes Mandat
Der dritte Weg umfasst Aufnahme und Modell, dazu Anbindung an vorhandene Systeme, Pflege der Inhalte und einen Ansprechpartner. Er ist für Häuser gedacht, in denen der Avatar antworten soll und nicht nur ablesen, oder in denen mehrere Abteilungen mit unterschiedlichen Anforderungen dazukommen.
Für diese Stufe nennen wir keinen Preis auf einer Webseite, weil er an Zahl der Sprachen, Tiefe der Wissensbasis und Zahl der Schnittstellen hängt. Die Einordnung nehmen wir im Gespräch vor. Wenn Sie zuerst wissen wollen, wie der Markt insgesamt rechnet, steht das im Marktvergleich.
| Selbstbedienung | Eigener Avatar | Begleitetes Mandat | |
|---|---|---|---|
| Gesicht | aus dem Bestand | Ihr eigenes | Ihr eigenes |
| Einstieg | rund 25 bis 40 Euro im Monat | ab 7.000 Euro netto | im Gespräch |
| Bis es steht | sofort | zwei bis drei Wochen | nach Umfang |
| Arbeit im Haus | Sie bauen die Videos | Sie liefern die Texte | Abstimmung und Freigabe |
| Passt für | Werbeclips in Masse | Unterweisung, Führung, Fachthemen | Auskunft im Dialog, mehrere Abteilungen |
Wer zwischen dem ersten und zweiten Weg schwankt, findet die Abwägung ausführlich auf der Seite zu Eigenbau gegenüber Agentur.
Was es kostet
Das Marktband, der eigene Einstieg und die Posten, die in beiden Fällen übersehen werden.
Preise für Avatare stehen selten offen im Netz, und das hat einen Grund: die Spannweite ist groß und hängt an Dingen, die vor einem Gespräch niemand kennt. Trotzdem lassen sich Größenordnungen nennen, und das gehört zur Redlichkeit einer Überblicksseite.
Das Marktband für einen eigenen, ablesenden Avatar reicht von unter tausend Euro bei einfachen Verfahren bis in den mittleren fünfstelligen Bereich bei antwortenden Avataren mit Systemanbindung. Diese Bandbreite ist eine Marktbeobachtung und kein Angebot. Unser Einstieg liegt bei 7.000 Euro netto für einen sprechenden Avatar mit einem Erscheinungsbild und einer Sprache. Laufende Kosten für Videominuten und Pflege kommen dazu und richten sich nach Verbrauch.
Die Posten, die in Angeboten fehlen
Bei beiden Wegen fällt Aufwand an, der in keinem Preis auftaucht und der über Erfolg oder Scheitern entscheidet.
- Das Schreiben der Texte. Ein Avatar spricht, was jemand geschrieben hat. Diese Arbeit bleibt im Haus.
- Die fachliche Freigabe. Wer prüft, ob die Aussage stimmt, bevor sie als Video im Umlauf ist.
- Die Pflege. Änderungen an Vorschriften, Produkten und Preisen müssen nachgezogen werden, sonst veraltet die Videobibliothek.
- Die Einarbeitung im Haus. Ohne eine Person, die sich zuständig fühlt, bleibt das Vorhaben nach dem ersten Video stehen.
Diese vier Posten fallen bei klassischer Produktion genauso an, werden dort aber niemandem in Rechnung gestellt, weil sie in der Projektzeit verschwinden. Bei einem Avatar treten sie hervor, weil die Produktion selbst so wenig Zeit braucht.
Eine Aufstellung, was ein Vorhaben über zwölf Monate kostet, steht in der Modellrechnung auf der Seite zu den Wirkungen im Betrieb.
Datenschutz, Einwilligung und Kennzeichnung
Drei Pflichten, die vor dem ersten Drehtag geklärt sein müssen.
Bei einem Avatar mit dem Gesicht einer realen Person berühren Sie drei Regelwerke gleichzeitig. Keines davon ist ein Hindernis, aber alle drei gehören vor den Drehtag und nicht in die Anlage eines Vertrags.
Einwilligung der dargestellten Person
Gesicht und Stimme sind personenbezogene Daten. Ihre Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage, und bei Beschäftigten ist das in der Regel die Einwilligung nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a der Datenschutz-Grundverordnung. Diese Einwilligung muss freiwillig sein, was im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten eine sorgfältige Gestaltung verlangt, und sie muss widerruflich sein. Aus dem Widerruf folgt eine praktische Frage, die im Vorhinein zu klären ist: Was geschieht mit den Videos, die bereits im Umlauf sind, wenn die Person widerruft.
Wo die Verarbeitung stattfindet
Läuft das Modell bei einem Anbieter ohne Sitz in der Europäischen Union, brauchen Sie eine Grundlage für den Drittlandtransfer und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Das ist machbar, kostet aber Prüfaufwand und macht die Auskunft an Betroffene aufwendiger. Ein Betrieb innerhalb der Union erspart Ihnen diesen Schritt. Wo unsere Modelle und Daten liegen, steht unter Transparenz.
Kennzeichnung nach dem KI-Gesetz
Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt bei künstlich erzeugten oder veränderten Bild-, Ton- und Videoinhalten einen für den Empfänger erkennbaren Hinweis. Für eine Unterweisung oder eine Botschaft der Geschäftsführung genügt ein Satz im Video oder in der Beschreibung. Wer diesen Hinweis weglässt, riskiert nicht nur die Rechtsfolge, sondern auch den Vertrauensschaden in dem Moment, in dem jemand es selbst merkt.
Wo die Technik heute an Grenzen stößt
Vier Grenzen, die kein Anbieter wegverhandeln kann.
Eine Überblicksseite, die nur Möglichkeiten aufzählt, ist als Entscheidungsgrundlage nichts wert. Vier Grenzen sind stabil genug, dass Sie damit planen können.
Die erste ist gestalterisch. Sehr genaue Abbilder eines Menschen wirken unheimlich, sobald eine Kleinigkeit nicht stimmt. Die oben genannte Untersuchung empfiehlt deshalb, im Zweifel eine erkennbar gezeichnete Darstellung zu wählen statt der bestmöglichen Nachbildung. Eine zweite Arbeit in Frontiers in Computer Science kommt zum selben Ergebnis: Menschenähnlichkeit wirkt nicht unmittelbar, sondern über empfundene Verlässlichkeit.
Die zweite ist zeitlich. Ein antwortender Avatar braucht für Erkennen, Antworten, Sprechen und Animieren Zeit. Diese Verzögerung ist kurz genug für eine Auskunft und zu lang für ein Gespräch, das Unterbrechungen und Zwischenfragen verträgt.
Die dritte ist inhaltlich. Ein Avatar sagt, was in seiner Wissensbasis steht. Ist sie unvollständig, antwortet er unvollständig, und zwar mit derselben Selbstsicherheit wie bei einer richtigen Antwort. Die Pflege dieser Basis ist die eigentliche Arbeit im Betrieb.
Die vierte ist menschlich und die wichtigste. Für Kündigungen, Krisen, Entschuldigungen und Beileid ist die Anwesenheit eines Menschen die Botschaft. Ein Avatar spart dort Aufwand und kostet Vertrauen, und dieser Tausch geht nie auf.
Nächste Schritte
Vier Fragen, mit denen Sie in zwanzig Minuten selbst einordnen, ob sich das Thema für Sie lohnt.
Bevor Sie mit einem Anbieter sprechen, klären Sie vier Dinge im eigenen Haus. Die Antworten entscheiden über den Weg, und sie kosten nichts als eine Stunde Nachdenken.
- Wie viele Videos entstehen bei Ihnen im Jahr, und wie viele davon in mehr als einer Sprache? Unter vier Videos jährlich in einer Sprache lohnt die Einführung nicht.
- Kommt es auf ein bestimmtes Gesicht an? Wenn nein, prüfen Sie zuerst ein Werkzeug zur Selbstbedienung.
- Wer schreibt die Texte, und wer gibt sie fachlich frei? Ohne Antwort auf diese Frage bleibt das Vorhaben nach dem ersten Video stehen.
- Soll der Avatar ablesen oder antworten? Antworten heißt eine gepflegte Wissensbasis und eine benannte Verantwortung für ihren Inhalt.
Je nachdem, wo Sie stehen, führen von hier verschiedene Wege weiter. Wenn Sie den Ablauf sehen wollen, lesen Sie den Weg zum eigenen Avatar Schritt für Schritt. Wenn Sie Zahlen brauchen, den Marktvergleich oder unsere Preise. Wenn Sie wissen wollen, was sich im Betrieb ändert, die Seite zu den Wirkungen. Wenn der Avatar antworten soll, die Seite zu antwortenden Avataren. Und wenn Sie zuerst wissen wollen, mit wem Sie es zu tun haben, die Seite zur Agentur.
Quellen
Acht Belege, jeder am 13.08.2026 geprüft.
Die Vorfassung dieser Seite führte 19 Titel ohne Adresse, nachprüfbar war damit nichts. Hier stehen weniger, dafür jeder mit Fundstelle. Zwei der acht sind Fallstudien von Anbietern und damit nicht unabhängig erhoben; das steht an der Stelle, an der sie zitiert werden, ausdrücklich dabei.
- Grand View Research, Digital Avatar Market Report. Marktvolumen 18,19 Milliarden Dollar für 2023, Prognose 270,61 Milliarden für 2030. Umfasst Spiele, virtuelle Realität und soziale Netzwerke.
- Gartner, Hype Cycle for the Future of Work 2024, zitiert im NVIDIA Technical Blog. 45 Prozent der Organisationen mit über 500 Beschäftigten bis 2028.
- Gartner, Customer Service AI. Mindestens 70 Prozent der Kunden beginnen den Servicevorgang bis 2028 über eine dialogfähige Oberfläche.
- Gartner, Pressemitteilung vom 11.12.2024. 30 Prozent der Fortune-500-Unternehmen bis 2028 mit nur einem KI-fähigen Servicekanal.
- Synthesia, Fallstudie BSH Hausgeräte. 70 Prozent geringere Kosten externer Videoproduktion, 30 Prozent mehr Zuspruch, über 30.000 Abrufe. Fallstudie des Anbieters.
- Creatify, Fallstudie Whole Life Pet. Von 3.000 Dollar je Video zu rund 4 Dollar je Video. Fallstudie des Anbieters.
- Human Factors and Ergonomics in Manufacturing, 2025: Human or AI Customer Service? The Role of Anthropomorphic Avatars in Shaping First Impressions of Chatbots.
- Frontiers in Computer Science, 2025: Effect of anthropomorphism and perceived intelligence in chatbot avatars on user experience.
Häufige Fragen
Was ist ein KI-Avatar?
Ein digitaler Sprecher mit Gesicht und Stimme, der geschriebenen Text als Video ausgibt oder in Echtzeit auf Fragen antwortet. Technisch stecken darin Spracherkennung, ein Sprachmodell für die Antwort, eine Stimmsynthese und eine Animation, die Mundbewegung und Mimik zum Ton passend erzeugt.
Was unterscheidet einen Avatar von einem Chatbot?
Der Chatbot antwortet in Schrift, der Avatar spricht und ist dabei zu sehen. Eine Untersuchung im Journal Human Factors and Ergonomics in Manufacturing hat vier Gestaltungen verglichen und findet bei menschenähnlichen Gesichtern höhere Werte für Wärme, Kompetenz und Vertrauen. Dieselbe Arbeit warnt davor, es mit dem Realismus zu übertreiben.
Sind KI-Avatare dasselbe wie Deepfakes?
Die Technik ist verwandt, der Unterschied liegt in der Einwilligung. Ein Avatar entsteht mit dem Einverständnis der dargestellten Person, wird als künstlich gekennzeichnet und für einen benannten Zweck eingesetzt. Ein Deepfake entsteht ohne dieses Einverständnis und soll über seine Herkunft täuschen.
Wie groß ist der Markt für KI-Avatare?
Die Angaben liegen zwischen etwa 6 und 270 Milliarden Dollar, weil die Berichte verschiedene Dinge zählen. Die hohe Zahl umfasst Spiele, Anwendungen in virtueller Realität und soziale Netzwerke mit; der Ausschnitt, um den es in der Unternehmenskommunikation geht, liegt im einstelligen Milliardenbereich.
Was kostet ein KI-Avatar?
Drei Größenordnungen. Ein Werkzeug zur Selbstbedienung liegt bei etwa 25 bis 40 Euro im Monat. Ein eigener Avatar mit Ihrem Gesicht und Ihrer Stimme beginnt bei AIdentical bei 7.000 Euro netto einmalig. Was ein Vergleich der Marktpreise ergibt, steht auf einer eigenen Seite.
Ab wann trägt sich das?
Gegen eine klassische Videoproduktion von 3.000 bis 5.000 Euro je Film gerechnet liegt der Ausgleich bei zwei bis drei Videos im Jahr, Betrieb noch nicht eingerechnet. Kommen Sprachen dazu, verschiebt er sich nach vorn. Bei zwei Videos jährlich in einer Sprache lohnt die Einführung nicht.
Wie lange dauert die Erstellung?
Zwei bis drei Wochen sind realistisch. Darin stecken ein Drehtag von 30 bis 60 Minuten Rohmaterial, etwa eine Woche für das Modell und einige Tage für Prüfung und Nachbesserung. Die einzelnen Schritte stehen im Ablauf Schritt für Schritt.
Wo darf so ein Avatar in Europa liegen?
Die Verarbeitung von Gesicht und Stimme ist eine Verarbeitung personenbezogener Daten und braucht eine Rechtsgrundlage, in der Regel die Einwilligung der dargestellten Person. Ein Betrieb in der Europäischen Union erspart Ihnen die Begründung eines Drittlandtransfers. Wo unsere Modelle laufen, steht unter Transparenz.
Muss ich ein KI-Video kennzeichnen?
Ja. Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt bei künstlich erzeugten Bild- und Toninhalten einen erkennbaren Hinweis. Bei einem Avatar Ihrer Geschäftsführung in der internen Kommunikation ist ein Satz im Video oder in der Beschreibung ausreichend.
Wofür ist ein Avatar das falsche Mittel?
Für Anlässe, an denen die Anwesenheit eines Menschen die Botschaft ist: Kündigungen, Krisen, Entschuldigungen, Beileid. Ebenso für Verhandlungen und für Beratung, die auf Zwischentöne angewiesen ist. Wer dort einen Avatar einsetzt, spart Aufwand und verliert Vertrauen.
Zum Mitnehmen
- Ein KI-Avatar ist ein digitaler Sprecher mit Gesicht und Stimme. Er gibt Text als Video aus oder antwortet in Echtzeit.
- Drei Bauformen: der ablesende Avatar für Videos, der antwortende für Auskunft im Dialog und der digitale Zwilling einer realen Person.
- Die Marktprognosen liegen zwischen 6 und 270 Milliarden Dollar, weil sie verschiedene Dinge zählen. Für die Unternehmenskommunikation gilt der kleinere Ausschnitt.
- Belegbar ist die Richtung: Gartner erwartet bis 2028 Mitarbeiter-Avatare in 45 Prozent der Organisationen mit über 500 Beschäftigten.
- Drei Wege führen zum Ziel. Selbstbedienung ab etwa 25 Euro im Monat, ein eigener Avatar ab 7.000 Euro netto, ein begleitetes Mandat darüber.
- Gesicht und Stimme sind personenbezogene Daten. Ohne Einwilligung der dargestellten Person beginnt kein Vorhaben.
- Für Kündigungen, Krisen und Verhandlungen bleibt der Mensch im Bild. Dort ist ein Avatar das falsche Mittel.
Termin vereinbaren
Dreißig Minuten, in denen wir Ihr Videoaufkommen durchrechnen und sagen, welcher der drei Wege zu Ihnen passt. Auch dann, wenn das Ergebnis ein Werkzeug für dreißig Euro im Monat ist.
Die Terminbuchung läuft über Calendly. Beim Laden des Kalenders werden Daten an Calendly übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Oder schreiben Sie uns
Wenn Ihnen ein Termin zu früh ist: vier Felder, und wir melden uns mit einer Einordnung zurück.
Ihre Anfrage ist angekommen. Wir melden uns in der Regel am selben Werktag.
Die Anfrage ließ sich nicht zustellen. Schreiben Sie uns bitte an info@aidentical.de.
Der Sprecher im Video auf dieser Seite ist ein künstlich erzeugter Avatar, die gezeigten Bilder sind ganz oder teilweise künstlich erzeugt. Kennzeichnung nach Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689. Weitere Angaben unter Transparenz.
Welcher der drei Wege passt?30 Minuten, ohne Vorbereitung