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Erhebung
KI-Avatar-Studie 2025, was 289 Gespräche über den Stand in deutschen Unternehmen zeigen
Wie weit die Häuser tatsächlich sind, woran Vorhaben scheitern, was in rund zehn eigenen Projekten gemessen wurde und welche Grenzen diese Zahlen haben.

Diese Erhebung ist nicht repräsentativ. Die 289 Teilnehmenden wurden über den eigenen Verteiler, den Newsletter, das Netzwerk und Messekontakte gewonnen und haben freiwillig geantwortet; wer auf eine Umfrage zu KI-Avataren antwortet, befasst sich in der Regel schon mit dem Thema. Alle Prozentwerte aus der Befragung sind Selbstauskünfte und nicht nachgeprüft. Die Werte im Abschnitt zu den eigenen Projekten stammen nicht aus der Befragung, sondern aus rund zehn Vorhaben, die in Betrieb gegangen sind; abgebrochene Vorhaben stehen nicht darin. Die Zahlen zum Videomarkt stammen aus fremden Veröffentlichungen und sind im entsprechenden Abschnitt mit ihrer Herkunft benannt. Eine Erwartung für Ihr Haus lässt sich aus keiner dieser Zahlen ableiten.
65 Prozent der 289 Befragten sehen Potenzial in KI-Avataren, 12 Prozent setzen sie produktiv ein. Der Abstand erklärt sich nicht mit Technik: 82 Prozent haben keine ausgearbeitete Vorstellung, wofür sie sie einsetzen wollen, und 67 Prozent haben niemanden benannt, der zuständig ist. 78 Prozent berichten von höheren Kosten als geplant, und der Posten, der in der ersten Rechnung fehlt, ist fast immer die Pflege. Zwei Drittel der eingesetzten Lösungen sind reiner Text, zwölf Prozent fotorealistisch. In rund zehn eigenen Projekten lag die Amortisation zwischen 14 Monaten im Kundenservice und 26 Monaten in der Beratung. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, die Teilnahme war freiwillig, und alle Werte aus der Befragung sind Selbstauskünfte.
Was diese Erhebung ist, und was sie nicht ist
Eckdaten, Vorgehen und die Grenzen der Aussage, vor den Ergebnissen.
Zwischen Januar und März 2025 haben wir 289 IT- und Innovationsverantwortliche aus deutschen Unternehmen befragt, telefonisch in Einzelgesprächen, mit 68 Fragen zu Absicht, Umsetzung, Technik, Kompetenzen, Recht und Wirtschaftlichkeit.
| Eckdaten | Wert |
|---|---|
| Befragte | 289 IT- und Innovationsverantwortliche |
| Unternehmensgröße | 25 bis 1.500 Beschäftigte |
| Umsatz | 5 bis 600 Millionen Euro |
| Umfang | 68 Fragen |
| Zeitraum | Januar bis März 2025 |
| Erhebung | telefonisch geführte Einzelgespräche |
| Teilnehmergewinnung | eigener Verteiler, Newsletter, Netzwerk, Messekontakte |
Die Teilnehmenden wurden über den eigenen Verteiler gewonnen und haben freiwillig geantwortet. Das verzerrt in eine Richtung, und die Richtung ist bekannt: Wer auf eine Umfrage zu KI-Avataren antwortet, beschäftigt sich in der Regel schon mit dem Thema. Repräsentativ für den deutschen Mittelstand ist die Erhebung damit nicht. Sie beschreibt, wo 289 Verantwortliche stehen, die sich mit der Frage befassen, und dafür ist sie aussagekräftig. Alle Prozentwerte in den folgenden Abschnitten sind Selbstauskünfte aus diesen Gesprächen und nicht nachgeprüft.
Zwei Abschnitte fallen ausdrücklich aus dieser Regel. Die Zahlen zum Videomarkt stammen aus fremden Veröffentlichungen und sind dort mit ihrer Herkunft benannt. Die Werte zu Einsparung, Umsatzwirkung und Amortisation stammen aus eigenen Projekten, nicht aus der Befragung, und stehen in einem eigenen Abschnitt mit den Bedingungen, unter denen sie gemessen wurden.
Eine Erhebung, deren Grenzen benannt sind, trägt weiter als eine, die Repräsentativität behauptet.
Der Videomarkt als Hintergrund, mit Herkunft der Zahlen
Fremde Werte, benannt als solche, weil sie den Anlass erklären und nicht das Ergebnis.
Avatare treten nicht in einen leeren Markt. Sie treten in einen Markt, in dem Video das übliche Format ist, und das erklärt, warum die Frage überhaupt gestellt wird. Die folgenden Zahlen sind in der Branche etabliert und werden häufig zitiert. Sie stammen nicht aus unserer Erhebung, und wir führen sie mit ihrer Herkunft, weil ein Teil von ihnen weniger belegt ist, als die Häufigkeit der Zitation vermuten lässt.
| Aussage | Herkunft | Was sie nicht belegt |
|---|---|---|
| Video macht über 80 Prozent des Internetverkehrs aus | Cisco, Visual Networking Index, letzte Ausgabe 2020 mit Prognose für 2022 | Keine laufende Messung. Sandvines Global Internet Phenomena Report kommt in den Ausgaben der letzten Jahre auf rund zwei Drittel des Volumens |
| 91 Prozent der Unternehmen setzen Videomarketing ein, 2016 waren es 61 | Wyzowl, State of Video Marketing, jährliche Befragung | Befragt werden Marketingfachleute, die sich für das Thema interessieren. Ebenso wenig repräsentativ wie unsere eigene Erhebung |
| 80 Prozent haben nach einem Video schon einmal gekauft | Wyzowl, dieselbe Reihe | Selbstauskunft über eigenes Verhalten, keine Messung am Kaufvorgang |
| 96 Prozent haben ein Erklärvideo zu einem Produkt gesehen | Wyzowl, dieselbe Reihe | Sagt nichts über Wirkung, nur über Verbreitung des Formats |
| 77 Prozent nennen ein Kundenvideo als Hilfe bei der Entscheidung | Wyzowl, dieselbe Reihe | Betrifft Aufnahmen echter Kunden. Synthetische Kundenstimmen sind ein anderer Fall und irreführend im Sinne des UWG |
| Im Einkauf zwischen Unternehmen sehen 70 Prozent Videos im Kaufprozess | Wyzowl, dieselbe Reihe | Kein Beleg dafür, dass das Video die Entscheidung getragen hat |
| Häuser mit Video verzeichnen bis zu 49 Prozent schnelleres Umsatzwachstum | Aberdeen Group, älterer Vergleich zwischen Gruppen | Ein Zusammenhang, keine Wirkung. Häuser, die in Video investieren, investieren meist auch sonst mehr in den Vertrieb |

Was die eigene Erhebung zum Zusammenhang mit Video sagt
In den Gesprächen zeigte sich ein Zusammenhang zwischen bestehender Videoarbeit und der Bereitschaft, Avatare einzusetzen. Er ist plausibel, weil dieselben Voraussetzungen gebraucht werden: ein Ort für Aufnahmen, ein Weg zur fachlichen Freigabe, eine Vorstellung davon, wie Inhalte verteilt werden.
- 72 Prozent der Häuser, die intensiv Videomarketing betreiben, planen oder betreiben bereits Avatarlösungen.
- 68 Prozent der Häuser mit eigener Videoproduktion sehen diese Voraussetzungen als übertragbar an.
- 64 Prozent nennen bestehende Abläufe der Videoproduktion als Grundlage für die Einführung von Avataren.
- Wer Erfahrung mit der Messung von Videowirkung hat, berichtet häufiger von gelungenen Avatarvorhaben. Um wie viel, lässt sich aus einer Selbstauskunft nicht seriös in eine Erfolgsrate umrechnen; der Bestand dieser Seite nannte hier 58 Prozent, und diese Zahl ist nicht zu halten.
Wo die Häuser stehen
Zwischen Potenzial und Betrieb liegt keine technische Hürde.
Der erste Block der Erhebung fragte nach Absicht und Stand. Die Antworten beschreiben ein Feld, in dem viel erwartet und wenig betrieben wird.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| sehen großes Potenzial für ihr Geschäft | 65 Prozent |
| planen einen Einsatz in den nächsten zwölf Monaten | 38 Prozent |
| haben erste Versuchsvorhaben gestartet | 27 Prozent |
| setzen Avatare produktiv ein | 12 Prozent |
| nennen fehlendes Fachwissen als größtes Hindernis | 78 Prozent |
| berichten von Akzeptanzproblemen bei Beschäftigten oder Kunden | 72 Prozent |
| haben Bedenken zu Datenschutz und Regelkonformität | 62 Prozent |
Der Abstand zwischen 65 und 12 Prozent ist der eigentliche Befund. Er lässt sich nicht mit fehlender Technik erklären, denn die Technik ist als Dienst verfügbar und in Tagen einzurichten. Der nächste Block zeigt, woran es stattdessen liegt.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| haben keine ausgearbeitete Vorstellung, wofür sie Avatare einsetzen | 82 Prozent |
| haben niemanden benannt, der zuständig ist | 67 Prozent |
| haben Schwierigkeiten, den Rückfluss zu messen | 74 Prozent |
| priorisieren Avatarvorhaben nicht systematisch | 58 Prozent |
| haben einen Plan mit Stufen und Terminen | 31 Prozent |
| haben ein eigenes Budget dafür | 19 Prozent |
Ein Vorhaben ohne benannte Zuständigkeit und ohne eigenes Budget ist kein Vorhaben, sondern ein Interesse.
Technik und Einbindung
Die Hürden liegen an den Rändern: Daten hinein, Ergebnis in die bestehenden Systeme.
Die technische Umsetzung war der Block mit den höchsten Werten bei den Schwierigkeiten, und zwar nicht bei der Erzeugung selbst, sondern bei allem, was davor und danach kommt.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| klagen über mangelnde Qualität der Ausgangsdaten | 78 Prozent |
| berichten von Schwierigkeiten bei der Rechenleistung | 72 Prozent |
| haben Probleme bei der Einbindung in die eigene IT-Landschaft | 68 Prozent |
| setzen auf Lösungen aus der Cloud | 54 Prozent |
| nutzen bereits multimodale Modelle | 43 Prozent |
| setzen auf offene Quellen | 35 Prozent |
| haben eine eigene Plattform entwickelt | 28 Prozent |
Zwei Werte verdienen eine Einordnung. Die 78 Prozent zur Datenqualität sind der höchste Wert der ganzen Erhebung und betreffen nicht die Avatartechnik, sondern das, was ein Avatar sagen soll: gepflegte Produktangaben, aktuelle Abläufe, geklärte Zuständigkeiten. Wer das nicht hat, bekommt einen Sprecher für veraltete Inhalte. Und die 28 Prozent mit eigener Plattform sind aus heutiger Sicht ein Warnwert: Ein Eigenbau bindet Pflegeaufwand, der bei einem eingekauften Dienst beim Anbieter liegt.
Wo Avatare eingesetzt werden
Kundenservice und Marketing vorn, die tragfähigen Fälle liegen weiter hinten.
| Einsatzbereich | Anteil (Einsatz oder Planung) |
|---|---|
| Kundenservice | 75 Prozent |
| Marketing und Vertrieb | 62 Prozent |
| Interne Kommunikation und Mitarbeiterservice | 48 Prozent |
| Schulung und Training | 43 Prozent |
| Personalgewinnung und Einarbeitung | 38 Prozent |
| Technischer Support und Wartung | 27 Prozent |
| Komplexe Beratung | 18 Prozent |
Die Reihenfolge folgt der Sichtbarkeit, nicht der Wirtschaftlichkeit. Das deckt sich mit unserer Erfahrung aus Erstgesprächen und mit den Werten zur Amortisation weiter unten: Der Kundenservice steht vorn und trägt auch, weil sich dort dieselbe Auskunft hundertfach wiederholt. Schulung und Einarbeitung stehen weiter hinten, obwohl sie die klarere Rechnung haben, weil dort heute bezahlte Arbeitszeit anfällt, die sich beziffern lässt. Beratung steht zu Recht am Ende: Wo jeder Fall anders liegt, gibt es nichts zu wiederholen.
Zu einem Bereich aus dieser Liste ist eine Einschränkung nachzutragen, die 2025 in den Gesprächen keine Rolle spielte. Die automatisierte Videoansprache neuer Kontakte, die unter Marketing und Vertrieb häufig genannt wurde, ist Werbung mit elektronischer Post und ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach Paragraf 7 Absatz 2 Nummer 2 UWG eine unzumutbare Belästigung, auch zwischen Unternehmen.
Was tatsächlich läuft, und wie es aussieht
Der Markt spricht über fotorealistische Zwillinge, die Häuser betreiben Textfenster.
| Art der eingesetzten Lösung | Anteil |
|---|---|
| rein textbasiert | 68 Prozent |
| mit Sprachein- und -ausgabe | 45 Prozent |
| visuell in zwei Dimensionen | 37 Prozent |
| dreidimensional | 21 Prozent |
| mit personalisierten Inhalten | 18 Prozent |
| fotorealistisch | 12 Prozent |
| kontextsensitiv mit Deutung von Stimmungen | 8 Prozent |
Diese Tabelle ist der nüchternste Teil der Erhebung. Zwei Drittel der Häuser, die von ihrem Avatar sprechen, meinen ein Textfenster; zwölf Prozent haben etwas im Betrieb, das im Markt als Avatar gezeigt wird. Für die Einordnung eines Angebots ist das nützlich: Wer heute ein fotorealistisches Video im Betrieb hat, ist in dieser Gruppe früh dran, und das ist kein Verdienst der Technik, sondern eine Frage des Falls, den man gewählt hat.

Kompetenzen, Widerstände und Begleitung
Die Einführung scheitert häufiger an Menschen als an Modellen.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| berichten von fehlendem Fachwissen im Haus | 81 Prozent |
| finden dafür keine qualifizierten Fachkräfte | 74 Prozent |
| bieten keine systematischen Schulungen zum Umgang damit an | 68 Prozent |
| berichten von Widerständen bei der Einführung | 64 Prozent |
| haben keinen Plan für die Begleitung der Veränderung | 52 Prozent |
| haben Fürsprecher im Haus benannt | 38 Prozent |
| haben ein strukturiertes Qualifizierungsprogramm | 25 Prozent |
Der Abstand zwischen 64 Prozent mit Widerständen und 38 Prozent mit benannten Fürsprechern beschreibt eine vermeidbare Lage. Widerstand entsteht bei Avataren aus zwei konkreten Sorgen, und beide sind beantwortbar: die Sorge, das eigene Gesicht abzugeben, und die Sorge, ersetzt zu werden. Auf die erste antwortet eine schriftliche Vereinbarung über Umfang, Dauer und Widerruf der Nutzung. Auf die zweite antwortet die Auswahl des Falls: Wer mit der Einarbeitung beginnt, nimmt niemandem die Arbeit weg, sondern den zwölften Vortrag über dieselben Abläufe.
Datenschutz, Recht und Regelkonformität
Der Block, in dem sich seit der Erhebung am meisten geändert hat.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| sehen Datenschutz als entscheidenden Faktor | 87 Prozent |
| sind unsicher bei den rechtlichen Rahmenbedingungen | 72 Prozent |
| haben Bedenken zur Nachvollziehbarkeit maschineller Entscheidungen | 68 Prozent |
| haben keine klaren Regeln für ethische Fragen | 57 Prozent |
| prüfen den Datenschutz ihrer Anwendungen regelmäßig | 42 Prozent |
| haben eigene Leitlinien für den Einsatz entwickelt | 35 Prozent |
| haben ein festgelegtes Regelwerk mit Zuständigkeiten | 28 Prozent |
Die 72 Prozent Unsicherheit sind ein Wert aus dem Frühjahr 2025, und die Lage hat sich seither geklärt. Artikel 50 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt die Offenlegung für Inhalte, die eine reale Person erkennbar zeigen und den Eindruck einer echten Aufnahme erzeugen; die Pflicht ist seit dem 2. August 2026 anwendbar. Dazu kommen die Einwilligung der gezeigten Person nach Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes, die Verarbeitung biometrischer Daten nach Artikel 9 der Datenschutz-Grundverordnung und, bei Inhalten für Beschäftigte, die Beteiligung des Betriebsrats nach den Paragrafen 87 und 98 BetrVG.
Für die Häuser bedeutet das weniger Spielraum und mehr Sicherheit. Die Frage „dürfen wir das“ ist heute in den meisten Fällen mit einem Satz zu beantworten, während sie 2025 eine Einschätzung war. Die 57 Prozent ohne eigene Regeln bleiben trotzdem ein Befund, denn die Verordnung regelt die Offenlegung, nicht die Frage, in welchen Situationen ein Haus ein synthetisches Video überhaupt einsetzen will.
Wirtschaftlichkeit in der Befragung
Höhere Kosten als geplant, längere Fristen als erwartet, und der fehlende Posten ist immer derselbe.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| berichten von höheren Kosten als geplant | 78 Prozent |
| haben Schwierigkeiten, den Rückfluss zu messen | 65 Prozent |
| können keine klaren Messgrößen festlegen | 57 Prozent |
| berichten von längeren Amortisationszeiten als erwartet | 45 Prozent |
| können bezifferte Einsparungen nachweisen | 38 Prozent |
| messen die Zufriedenheit bei Avatarkontakten systematisch | 32 Prozent |
| haben ein eigenes Budget für Weiterentwicklung | 24 Prozent |
78 Prozent über Plan und 45 Prozent über Frist deuten auf dieselbe Ursache, und in den Gesprächen wurde sie oft genannt: In der ersten Rechnung steht der Einstieg, nicht der Betrieb. Was regelmäßig fehlt, sind Skript und fachliche Freigabe je Inhalt, Änderungen an Abläufen und Systemen, weitere Sprachfassungen und die Pflege der Wissensgrundlage, aus der ein dialogfähiger Avatar seine Antworten zieht. Diese Posten wachsen mit der Zahl der Inhalte, während der Einstieg einmalig bleibt.
Aus denselben Gesprächen ergibt sich die Gegenprobe: Die 38 Prozent, die bezifferte Einsparungen nachweisen können, haben fast durchweg vor der Einführung gemessen. Wer keinen Ausgangswert hat, kann hinterher keinen Unterschied zeigen, und das erklärt die 65 Prozent, denen die Messung schwerfällt, besser als jede Methodenfrage.
Reifegrad: fünf Stufen aus den Antworten
Drei Viertel der Häuser stehen auf den beiden unteren Stufen.
Aus den Angaben zu Ausgestaltung, Einbindung und Ordnung haben wir die 289 Häuser fünf Stufen zugeordnet. Die Zuordnung ist ein Ordnungsraster, kein Bewertungsmaßstab: Eine höhere Stufe ist nicht besser, sondern aufwendiger, und sie lohnt nur, wenn der Anwendungsfall sie verlangt.
| Stufe | Anteil | Woran sie zu erkennen ist |
|---|---|---|
| 1 Grundlagen | 41 Prozent | Einfache Textfenster, erste Versuche, einzelne Anwendungsfälle ohne Verbindung |
| 2 Im Aufbau | 35 Prozent | Sprachfähige Lösungen, planmäßige Einführung, Einbindung in einzelne Abläufe |
| 3 Fortgeschritten | 16 Prozent | Visuelle Avatare in zwei oder drei Dimensionen, mehrere Anwendungsfälle, geregelte Zuständigkeiten |
| 4 Erfahren | 6 Prozent | Multimodale Lösungen, hausweite Einbindung, personalisierte Inhalte |
| 5 Führend | 2 Prozent | Fotorealistische Avatare als Teil der eigenen Positionierung, eigene Anwendungsfälle |
76 Prozent stehen auf den Stufen eins und zwei. Praktisch heißt das: Wer heute beginnt, ist nicht spät. Die Behauptung, der Anschluss sei bereits verloren, ist mit dieser Verteilung nicht zu halten, und der Bestand dieser Seite hat sie aufgestellt.
Die Stufe folgt dem Anwendungsfall. Wer für eine wiederkehrende Erklärung Stufe vier baut, hat Aufwand erzeugt, nicht Reife.
Ergebnisse aus eigenen Projekten
Nicht aus der Befragung: gemessene Werte aus rund zehn Vorhaben, die in Betrieb gegangen sind.
Die Werte in diesem Abschnitt kommen nicht aus der Befragung. Sie stammen aus eigenen Projekten zwischen 2022 und heute, bei denen die betroffene Größe vor der Einführung erhoben und nach der Einführung erneut gemessen wurde. Die Grundlage sind rund zehn Projekte, und zwar die erfolgreich in Betrieb gegangenen. Projekte, die abgebrochen wurden oder nie live gingen, stehen nicht in diesen Mittelwerten. Was hier steht, ist erreicht worden; eine Erwartung für Ihr Haus ist es deshalb nicht. Ob ein Avatar bei Ihnen ähnlich wirkt, hängt an Ihren Abläufen und lässt sich nur belegen, wenn dieselben Größen vorher erhoben werden.
| Erreichte Veränderung | Wert |
|---|---|
| Kosten im Kundenservice | minus 35 Prozent |
| Zeit bis zur ersten Antwort | minus 68 Prozent |
| Kosten für Schulung und Einarbeitung | minus 27 Prozent |
| Kosten der Personalgewinnung | minus 18 Prozent |
| Kosten des internen Supports | minus 22 Prozent |
| Personalkosten in den betroffenen Bereichen | minus 25 Prozent |
| Erreichte Veränderung | Wert |
|---|---|
| Umsatz, über alle Fälle gemittelt | plus 12 Prozent |
| Anteil qualifizierter Anfragen im Handel | plus 24 Prozent |
| Zufriedenheit der Kunden | plus 18 Prozent |
| Bindung bestehender Kunden | plus 15 Prozent |
| Verkauf ergänzender Leistungen | plus 21 Prozent |
| Anwendungsfall | Zeit bis zum Ausgleich |
|---|---|
| Avatare im Kundenservice | 14 Monate |
| Avatare im Marketing | 16 Monate |
| Interne Serviceavatare | 19 Monate |
| Avatare für Schulung und Einarbeitung | 22 Monate |
| Avatare in der Beratung | 26 Monate |
Die Spanne von 14 bis 26 Monaten ist der brauchbarste Wert dieses Abschnitts, weil sie die Auswahl des ersten Falls anleitet. Der Bestand dieser Seite nannte im Vorspann 14 bis 16 Monate und ließ die obere Hälfte weg. Wer mit einem Beratungsavatar beginnt, sollte mit gut zwei Jahren rechnen, und wer diese Frist nicht tragen kann, wählt einen anderen Fall.

Fünf Schlüsse aus den Zahlen
Was sich aus der Erhebung ableiten lässt, und was nicht.
Die folgenden fünf Schlüsse geben unsere Lesart der Zahlen wieder. Sie sind Auslegung, nicht Ergebnis, und an dieser Stelle getrennt vom Rest, damit der Unterschied erkennbar bleibt.
- Es fehlt an Ordnung, nicht an Technik. 82 Prozent ohne ausgearbeitete Vorstellung und 67 Prozent ohne Zuständigkeit erklären den Abstand zwischen 65 Prozent Interesse und 12 Prozent Betrieb vollständig.
- Der fehlende Posten in der Rechnung ist die Pflege. 78 Prozent über Plan und 45 Prozent über Frist zeigen dasselbe Muster: Kalkuliert wird der Einstieg, bezahlt wird der Betrieb.
- Die Einbindung ist aufwendiger als die Erzeugung. 68 Prozent mit Problemen an der Schnittstelle zur eigenen IT und 78 Prozent mit unzureichenden Ausgangsdaten verschieben den Aufwand dorthin, wo er selten geplant ist.
- Widerstand ist beantwortbar, wird aber selten beantwortet. 64 Prozent berichten davon, 38 Prozent haben Fürsprecher benannt. Eine Vereinbarung über die Nutzung des eigenen Gesichts und die Wahl eines Falls ohne Verdrängung nehmen beiden Sorgen den Anlass.
- Wer beginnt, ist nicht spät. 76 Prozent stehen auf den beiden unteren Stufen. Die Behauptung, das Feld sei verteilt, ist mit dieser Verteilung nicht zu halten.
Der erste Schluss hat eine praktische Kehrseite. Wenn 82 Prozent ohne ausgearbeitete Vorstellung starten, fehlt nicht die Erhebung, sondern der Anlass. Welche drei Anlässe tragen und welche nicht, steht unter warum KI-Avatare. Diese Seite liefert die Verteilung im Markt; jene die Frage, die ein einzelnes Haus für sich beantworten muss.
Was die Zahlen je nach Haushaltsgröße nahelegen
Drei Größenklassen, drei unterschiedliche erste Schritte.
Die Erhebung deckt Häuser zwischen 25 und 1.500 Beschäftigten ab, und die Antworten unterscheiden sich nach Größe deutlich. Die folgende Aufstellung ordnet, was die Zahlen für die drei Klassen nahelegen. Sie enthält keine Rollenvorschläge und keine Organisationsempfehlungen; der Bestand dieser Seite empfahl an dieser Stelle einen „Chief Avatar Officer“, ein „Innovation Lab“ und eine hauseigene Akademie, und für keine dieser drei Empfehlungen gibt es in den Antworten eine Grundlage.
| 25 bis 100 Beschäftigte | 101 bis 500 | 501 bis 1.500 | |
|---|---|---|---|
| Erster Fall | Ein wiederkehrender Inhalt, eingekaufter Dienst, keine Eigenentwicklung | Ein Fall je Bereich, angebunden an ein bestehendes System | Ein Fall mit Wiederholung über Standorte und Sprachen |
| Zuständigkeit | Eine benannte Person mit einem Tag im Monat | Eine benannte Person mit fester Zeit, fachliche Freigabe geregelt | Ein kleines Team, Freigabe und Pflege getrennt geregelt |
| Was zuerst geklärt wird | Einwilligung der gezeigten Person, Kennzeichnung | Zusätzlich Datenschutzprüfung und Betriebsrat | Zusätzlich Regelwerk, Aufbewahrung, Auswertungstiefe |
| Wovon abzuraten ist | Eigenbau, fotorealistischer Zwilling als Einstieg, mehrere Vorhaben parallel | Eigene Plattform, Kaltansprache per Video | Hausweiter Ausbau vor dem ersten gemessenen Fall |
| Woran der Erfolg gemessen wird | Eingesparte Termine oder Anfragen, vorher erhoben | Bearbeitungszeit und Anteil beantworteter Fragen ohne Rückfrage | Zusätzlich Aufwand je Sprachfassung und Pflegestunden im Monat |
Für alle drei Klassen gilt derselbe Satz, und er ist der einzige, der sich aus den Zahlen unmittelbar ergibt: Vor dem ersten Video wird die Größe erhoben, die hinterher besser sein soll. Die 38 Prozent, die eine Einsparung belegen können, unterscheiden sich von den übrigen 62 Prozent im Wesentlichen darin.
Was wir aus dieser Erhebung mitnehmen
Drei Dinge, die wir seit der Befragung anders machen.
Eine Erhebung, aus der nichts folgt, ist Material für eine Broschüre. Drei Dinge haben sich aus diesen 289 Gesprächen für unsere eigene Arbeit geändert, und sie stehen hier, weil sie sich überprüfen lassen.
Erstens fragen wir im Erstgespräch nach dem Ausgangswert, bevor über Technik gesprochen wird. Wenn niemand sagen kann, wie viele Termine, Anfragen oder Übersetzungen heute anfallen, gibt es hinterher keinen Unterschied zu zeigen. Zweitens steht die Pflege in jedem Angebot als eigener Posten, mit Stunden im Monat, nicht als Zusatz. Der Wert von 78 Prozent über Plan hat genau hier seine Ursache. Drittens raten wir vom Eigenbau ab, wenn nicht ein besonderer Grund dafür spricht; die 28 Prozent mit eigener Plattform aus der Erhebung tragen einen Pflegeaufwand, der bei einem eingekauften Dienst beim Anbieter liegt.
Was aus der Erhebung nicht folgt, gehört an dieselbe Stelle. Sie sagt nichts darüber, wie ein Avatar auf Ihre Kunden wirkt, weil dazu die Kunden befragt werden müssten und nicht die IT-Verantwortlichen. Sie sagt nichts über die Qualität einzelner Anbieter, weil danach nicht gefragt wurde. Und sie sagt nichts darüber, ob sich ein Vorhaben in Ihrem Haus rechnet; dafür stehen weiter unten die Verweise auf die Preisseite und auf die Auswahl des ersten Falls.
Häufige Fragen zur Erhebung
Wer wurde befragt, und wie?
289 IT- und Innovationsverantwortliche aus deutschen Unternehmen zwischen 25 und 1.500 Beschäftigten und 5 bis 600 Millionen Euro Umsatz, in telefonisch geführten Einzelgesprächen mit 68 Fragen, zwischen Januar und März 2025. Gewonnen wurden die Teilnehmenden über den eigenen Verteiler, den Newsletter, das Netzwerk und Messekontakte.
Ist die Erhebung repräsentativ für den deutschen Mittelstand?
Nein. Die Teilnahme war freiwillig und die Ansprache lief über den eigenen Verteiler. Das verzerrt in eine Richtung: Wer antwortet, beschäftigt sich meist schon mit dem Thema. Die Erhebung beschreibt, wo 289 Verantwortliche stehen, die sich mit der Frage befassen, und dafür ist sie belastbar. Auf den Mittelstand insgesamt lässt sie sich nicht hochrechnen.
Sind die Rohdaten einsehbar?
Nein. Die Gespräche wurden vertraulich geführt, und mehrere Teilnehmende sind über Branche und Größe identifizierbar. Wir veröffentlichen deshalb die Methodik, die Fragen auf Anfrage und die aggregierten Werte, nicht die Einzelantworten.
Woher kommen die Zahlen zum Videomarkt?
Nicht aus dieser Erhebung. Sie stammen aus fremden Veröffentlichungen, im Wesentlichen aus der jährlichen Befragung von Wyzowl unter Marketingfachleuten, aus Ciscos Visual Networking Index für den Datenverkehr und aus einer älteren Untersuchung der Aberdeen Group zum Umsatzwachstum. Im entsprechenden Abschnitt steht bei jeder Zahl, was sie ist und was sie nicht belegt.
Warum liegen die Amortisationszeiten so weit auseinander?
Weil der Anwendungsfall den Unterschied macht, nicht die Technik. In den eigenen Projekten lagen Avatare im Kundenservice bei 14 Monaten, in der Einarbeitung bei 22 Monaten und in der Beratung bei 26 Monaten. Der Grund ist die Wiederholung: Wo derselbe Inhalt hundertfach abgerufen wird, verteilt sich der Aufwand, wo er im Einzelfall angepasst werden muss, bleibt er stehen.
Wie sind die Werte aus den eigenen Projekten zu lesen?
Als erreichte Ergebnisse, nicht als Erwartung. Die Grundlage sind rund zehn Vorhaben zwischen 2022 und heute, bei denen die betroffene Größe vor und nach der Einführung gemessen wurde, und zwar die in Betrieb gegangenen. Abgebrochene Vorhaben stehen nicht in diesen Mittelwerten. Ob ein Avatar in Ihrem Haus ähnlich wirkt, lässt sich nur zeigen, wenn dieselben Größen vorher erhoben werden.
Was ist der auffälligste Befund?
Die Lücke zwischen Absicht und Ordnung. 65 Prozent sehen Potenzial, 38 Prozent planen einen Einsatz in den nächsten zwölf Monaten, aber 82 Prozent haben keine ausgearbeitete Vorstellung davon, wofür sie Avatare einsetzen wollen, und 67 Prozent haben niemanden benannt, der zuständig ist. Vorhaben, die so beginnen, scheitern nicht an der Technik.
Warum ist der Pflegeaufwand ein eigener Befund?
Weil 78 Prozent der Befragten von höheren Kosten als geplant berichten und 45 Prozent von längeren Amortisationszeiten als erwartet. Beides deutet auf dieselbe Ursache: Der laufende Aufwand für Skript, fachliche Freigabe, Änderungen und weitere Sprachfassungen wird in der Kalkulation regelmäßig nicht angesetzt.
Was bedeutet die Kennzeichnungspflicht für die Ergebnisse?
Die Erhebung lief im Frühjahr 2025, die Offenlegungspflicht nach Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 ist seit dem 2. August 2026 anwendbar. Die 72 Prozent, die sich beim Rechtsrahmen unsicher fühlten, haben seither eine klarere Lage: Für Inhalte, die eine reale Person erkennbar zeigen und wie eine echte Aufnahme wirken, ist die Offenlegung Pflicht. Das ist weniger Spielraum, aber mehr Sicherheit.
Wird die Erhebung fortgesetzt?
Eine Wiederholung ist beabsichtigt, ein Termin steht nicht fest. Sinnvoll wird sie erst, wenn genügend Vorhaben aus 2025 in Betrieb sind, damit sich Absicht und Ergebnis vergleichen lassen.
Zum Mitnehmen
- 289 telefonisch geführte Gespräche, Januar bis März 2025, freiwillige Teilnahme über den eigenen Verteiler. Nicht repräsentativ, aussagekräftig für Häuser, die sich mit dem Thema befassen.
- 65 Prozent sehen Potenzial, 12 Prozent setzen produktiv ein. Dazwischen liegen keine technischen Hürden, sondern 82 Prozent ohne ausgearbeitete Vorstellung und 67 Prozent ohne Zuständigkeit.
- 78 Prozent berichten von höheren Kosten als geplant. Der Posten, der fehlt, ist fast immer die Pflege.
- 68 Prozent der eingesetzten Lösungen sind reiner Text, 12 Prozent fotorealistisch. Der Markt spricht über etwas anderes, als die Häuser tun.
- Die Werte zu Einsparung und Umsatz stammen aus rund zehn eigenen Projekten, die in Betrieb gegangen sind, nicht aus der Befragung und nicht aus allen Vorhaben.
- Amortisation zwischen 14 Monaten im Kundenservice und 26 Monaten in der Beratung. Über die Spanne entscheidet, wie oft derselbe Inhalt abgerufen wird.
Ihre Zahlen statt unserer Mittelwerte
In dreißig Minuten prüfen wir, welcher Anwendungsfall in Ihrem Haus Wiederholung hat, welche Größe sich vorher erheben lässt und was die Pflege kosten wird. Sie gehen mit einer Einschätzung aus dem Gespräch, nicht mit einem Angebot.
Termin vereinbaren
Wählen Sie einen Zeitpunkt, der Ihnen passt. Das Gespräch dauert dreißig Minuten und findet als Videokonferenz statt.
Die Terminbuchung läuft über Calendly. Beim Laden des Kalenders werden Daten an Calendly übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Anfrage stellen
Wenn Ihnen ein Termin zu früh ist, schildern Sie hier kurz Ihr Vorhaben. Sie bekommen eine Einschätzung, ob sich die Rechnung bei Ihrem Aufkommen trägt.
Ihre Anfrage ist angekommen. Wir melden uns in der Regel am selben Werktag.
Die Anfrage ließ sich nicht zustellen. Schreiben Sie uns bitte an info@aidentical.de.
AIdentical Redaktion, Video- und Avatarproduktion der sensified AI GmbH. Diese Seite ist eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen und keine Kundenreferenz. Wo Marktpreise genannt sind, stehen Herkunft und Stand dabei. Stand: August 2026. Mehr zur Redaktion
Die auf dieser Seite gezeigten Bilder sind ganz oder teilweise künstlich erzeugt. Kennzeichnung nach Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689. Weitere Angaben unter Transparenz.
Anwendungsfall einschätzen lassen30 Minuten, ohne Vorbereitung