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Persona
KI-Modell-Influencer erstellen, was eine erfundene Figur kann und was sie kostet
Vier Lagen, in denen eine Figur ohne reale Vorlage die bessere Wahl ist, drei Dinge, die ihr fehlen, die doppelt begründete Kennzeichnungspflicht, fünf Festlegungen vor dem ersten Video und der Prüfschritt, den niemand überspringen sollte.

Diese Seite ordnet die Rechtslage nach deutschem und europäischem Recht mit Stand August 2026 ein und ist keine Rechtsberatung. Für die verbindliche Beurteilung einer Kampagne, insbesondere zur Kennzeichnung, gehört eine Anwältin oder ein Anwalt hinzugezogen. Angaben zu Plattformfunktionen sind am 14. August 2026 geprüft und ändern sich häufig.
Eine Figur ohne reale Vorlage braucht keine Einwilligung und kennt keinen Widerruf, ist dafür aber selbst nicht geschützt und bringt kein Vertrauen mit. Deshalb ist sie technisch günstiger und in der Summe oft teurer, weil Wiedererkennung über Frequenz, Sprechweise, Stimme und Bildsprache erarbeitet werden muss. Die Kennzeichnung ist hier doppelt begründet, über die Erkennbarkeit des KI-Systems und über das Verbot der Irreführung durch Unterlassen. Erfahrungsberichte und Empfehlungen sind angreifbar, weil die Figur nichts erlebt hat; erklären und antworten geht. Vor der Veröffentlichung gehören eine Bildsuche mit dem Gesicht und eine Namenssuche dazu.
Wann eine erfundene Figur die richtige Wahl ist
Vier Lagen, in denen sie einer echten Person vorzuziehen ist.
Die Frage nach der Persona wird meist als Frage nach Kosten gestellt und ist eigentlich eine Frage nach der Rolle. Es gibt Lagen, in denen eine Figur ohne reale Vorlage die sachlich bessere Wahl ist, unabhängig vom Preis.
- Die Rolle soll niemandem gehören. Eine Einweisung, die für alle Standorte gilt, wirkt neutraler, wenn sie nicht das Gesicht einer Abteilungsleitung trägt.
- Die Rolle soll Personalwechsel überdauern. Wer eine Figur aufbaut, muss beim Ausscheiden einer Person nichts ersetzen und nichts löschen.
- Niemand im Haus will vor die Kamera. Das ist ein häufiger und ein legitimer Grund, und er wird in Angeboten selten offen genannt.
- Die Botschaft ist unangenehm, aber nötig. Eine Erinnerung an eine Frist wirkt von einer neutralen Figur weniger persönlich als von einer Kollegin.
Umgekehrt trägt die Persona dort nicht, wo Vertrauen aus einer bestimmten Person kommen soll: im Vertrieb mit langen Entscheidungswegen, in der Ansprache von Beschäftigten durch die Geschäftsführung, bei fachlichen Aussagen, für die jemand mit seinem Namen einsteht. Was in diesen Fällen zählt, steht auf der Seite zur Ähnlichkeit.

Was die Figur nicht mitbringt
Drei Dinge fehlen, und eines davon lässt sich nicht kaufen.
Der Vorteil der erfundenen Figur ist ihre Freiheit von Einwilligungen. Derselbe Umstand ist ihr Nachteil, denn was niemandem gehört, ist auch von niemandem gedeckt.
| Was fehlt | Folge | Was hilft |
|---|---|---|
| Vertrauen aus einer bekannten Person | Die Figur muss Glaubwürdigkeit selbst aufbauen | Frequenz, ein klares Fachgebiet, gleiche Stimme über Monate |
| Rechtlicher Schutz des Gesichts | Ein ähnliches Gesicht kann anderswo auftauchen | Name als Marke, eigene Bildsprache, Geschichte |
| Erfahrung, auf die man sich berufen kann | Erfahrungsberichte und Empfehlungen sind angreifbar | Erklärende Rolle statt bewertender |
Eine Persona ist billiger zu erstellen und teurer zu etablieren. Wer sie vierteljährlich einsetzt, zahlt für nichts.
Die Kennzeichnung, doppelt begründet
Erkennbarkeit nach dem KI-Recht und Irreführungsverbot im Wettbewerbsrecht.
Bei einer erfundenen Figur greift die Kennzeichnungspflicht aus zwei Richtungen, und die zweite wird häufig übersehen, weil sie nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun hat.
Erkennbarkeit des Systems
Die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz verlangt, dass Menschen erkennen können, wenn sie mit einem KI-System interagieren oder wenn Inhalte künstlich erzeugt sind, soweit das nicht ohnehin offensichtlich ist. Bei einer fotorealistischen Figur, die als Person auftritt, ist es nicht offensichtlich, und damit ist der Hinweis zu setzen.
Irreführung durch Unterlassen
Unabhängig davon gilt das Wettbewerbsrecht. Wer eine wesentliche Information verschweigt, die eine geschäftliche Entscheidung beeinflusst, handelt unlauter. Dass eine Empfehlung von einer Figur stammt, die nichts erlebt hat, ist eine solche Information. Der Hinweis schützt hier also nicht nur das Publikum, sondern auch die eigene Kampagne.
Praktisch heißt das: ein Hinweis im Bild oder in der Beschreibung, in derselben Sichtbarkeit wie eine Werbekennzeichnung, und keine Formulierungen, die eine eigene Erfahrung behaupten. Wer beides beachtet, hat den schwierigen Teil hinter sich.
Die Figur aufbauen
Fünf Festlegungen vor dem ersten Video.
Der technische Teil dauert eine Stunde, der inhaltliche entscheidet über das Ergebnis. Diese fünf Punkte gehören schriftlich festgelegt, bevor das erste Video entsteht, weil sie später schwer zu ändern sind.
| Festlegung | Warum vorher | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Fachgebiet und Rolle | Bestimmt, worüber die Figur überhaupt spricht | Zu breit angelegt, dadurch beliebig |
| Sprechweise und Wortwahl | Trägt die Wiedererkennung mehr als das Gesicht | Von Video zu Video verschieden |
| Stimme | Ein Stimmenwechsel zerstört die Wiedererkennung sofort | Nach Verfügbarkeit gewählt statt festgelegt |
| Bildsprache | Umgebung, Bildzuschnitt und Farben sind der Schutz, den das Gesicht nicht hat | Bei jedem Video anders |
| Frequenz | Ohne Regelmäßigkeit entsteht keine Bekanntheit | Als Kampagne begonnen, als Einzelstück geendet |
Zur dritten Zeile ein Wort, weil sie unterschätzt wird: Bei einer erfundenen Figur gibt es keine echte Stimme, an die sie gebunden ist. Damit wird die Wahl der Stimme zu einer Festlegung wie ein Logo, und sie muss über Jahre verfügbar bleiben. Eine Stimme, die es in einem Jahr nicht mehr gibt, kostet die Wiedererkennung.

Der Prüfschritt vor der Veröffentlichung
Zwei Suchen und eine Entscheidung.
Ein erzeugtes Gesicht entsteht aus Trainingsmaterial und kann einer real existierenden Person ähneln, ohne dass es beabsichtigt war. In diesem Fall greift deren Persönlichkeitsrecht, und die gute Absicht hilft nicht weiter. Zwei Prüfungen kosten wenig Zeit.
- Eine Bildsuche mit dem erzeugten Gesicht, bei mehreren Anbietern. Auffällige Ähnlichkeit zu einer bekannten Person ist ein Ausschlussgrund.
- Eine Namenssuche, bevor der Name feststeht. Ein Name, der einer bestehenden Marke oder einer bekannten Person zuzuordnen ist, wird nicht besser, wenn die Figur bekannt wird.
Wer diese beiden Schritte überspringt, findet das Problem später, wenn Videos veröffentlicht, Verweise gesetzt und Unterlagen gedruckt sind. Dann ist die Änderung teuer, und die Figur ist ohnehin verbrannt.
Nächste Schritte
Wohin es von hier weitergeht.
Wer die vier Verfahren gegeneinander abwägt, findet den Überblick auf der Verfahrensseite. Wer den technischen Ablauf in der Plattform sucht, findet ihn auf der Seite zum Ablauf, einschließlich der drei Wege zu einer Erscheinung.
Wer eine bestimmte Person abbilden will und nicht eine erfundene, findet die rechtlichen Punkte auf der Seite zu den Rechten der abgebildeten Person und die Frage nach der Ähnlichkeit auf der Seite zum Zwilling.
Häufige Fragen zur erfundenen Persona
Was unterscheidet eine erfundene Persona von einem Avatar einer echten Person?
Drei Dinge. Es gibt niemanden, der einwilligen muss, und damit auch niemanden, der widerrufen kann. Es gibt kein Persönlichkeitsrecht, das die Figur schützt, weshalb ein ähnliches Gesicht bei einem anderen Anbieter auftauchen kann. Und es gibt kein Vertrauen, das aus einer bekannten Person mitkommt; die Figur muss sich ihre Glaubwürdigkeit selbst erarbeiten.
Muss ich kennzeichnen, dass die Figur nicht existiert?
Nach unserer Einordnung ja, und zwar aus zwei Richtungen. Die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz verlangt, dass Menschen erkennen können, wenn sie es mit einem KI-System zu tun haben, sofern das nicht offensichtlich ist. Und im Wettbewerbsrecht ist das Verschweigen einer wesentlichen Information irreführend; dass eine Empfehlung von einer Figur ohne Existenz stammt, ist eine solche Information.
Darf eine erfundene Figur ein Produkt empfehlen?
Eine Empfehlung setzt eine Erfahrung voraus, und die kann eine Figur ohne Existenz nicht gemacht haben. Eine als Erfahrungsbericht aufgebaute Aussage ist damit angreifbar, unabhängig von der Kennzeichnung. Zulässig bleibt die Figur als Erzählerin von Produkteigenschaften, als Erklärerin, als Ansprechpartnerin im Service. Der Unterschied liegt zwischen „so funktioniert es“ und „ich habe es ausprobiert“.
Kann jemand meine Figur einfach übernehmen?
Das Gesicht selbst ist urheberrechtlich nicht geschützt, weil es maschinell entstanden ist. Schutz lässt sich anderswo aufbauen: über den Namen als Marke, über die Bildgestaltung Ihrer Aufnahmen, über die Geschichte und die wiedererkennbare Stimme. Wer eine Figur langfristig aufbaut, sollte den Namen früh anmelden, nicht erst, wenn er bekannt ist.
Was kostet eine Persona gegenüber einem Avatar einer echten Person?
Technisch weniger, weil kein Aufnahmetermin anfällt und keine Einwilligung zu verwalten ist. In der Summe oft mehr, weil die Wiedererkennung fehlt und erarbeitet werden muss. Die Kosten liegen dann nicht in der Erstellung, sondern in der Frequenz: Eine Figur, die einmal im Quartal auftritt, bleibt niemandem im Gedächtnis.
Wie entsteht so eine Figur technisch?
Bei HeyGen führen laut Entwicklerdokumentation drei Wege zu einer Erscheinung: aus einem Video, aus einem einzelnen Foto oder aus einer Textbeschreibung. Für eine erfundene Persona sind die letzten beiden gemeint, und für die Bewegung wird dabei ein anderes Modell verwendet als bei einer echten Person. Der Ablauf im Einzelnen steht auf der Seite zum Ablauf in der Plattform.
Woran erkennt man eine schwache Persona?
Am Fehlen von Widerspruch. Erfundene Figuren werden meist zu glatt angelegt: immer gut gelaunt, immer zustimmend, ohne Vorliebe und ohne Ecken. Das wirkt wie eine Anzeige und nicht wie eine Person. Eine Figur mit einem klaren Fachgebiet, einer Sprechweise und einer Haltung zu Streitfragen trägt weiter, auch wenn sie damit nicht jedem gefällt.
Kann eine Persona intern eingesetzt werden?
Ja, und das ist der Einsatz, der in unseren Projekten am zuverlässigsten funktioniert. Für wiederkehrende Erklärungen, Einweisungen und Antworten auf immer gleiche Fragen ist eine neutrale Figur oft besser geeignet als eine Führungskraft, weil sie keine Hierarchie mitbringt und bei einem Personalwechsel nicht ersetzt werden muss.
Was passiert, wenn die Figur einer echten Person ähnlich sieht?
Dann greift das Persönlichkeitsrecht dieser Person, auch wenn niemand sie abbilden wollte. Der Prüfschritt vor der Veröffentlichung ist deshalb eine Bildsuche mit dem erzeugten Gesicht. Auffällige Ähnlichkeit zu einer bekannten Person ist ein Grund, die Figur zu verwerfen, nicht ein Anlass für eine Diskussion über Wahrscheinlichkeiten.
Zum Mitnehmen
- Ohne reale Vorlage gibt es keine Einwilligung und keinen Widerruf, aber auch keinen Schutz der Figur und kein mitgebrachtes Vertrauen.
- Kennzeichnung ist in diesem Fall doppelt begründet: Erkennbarkeit des KI-Systems und Irreführungsverbot im Wettbewerbsrecht.
- Erfahrungsberichte gehen nicht. Erklären, erzählen und antworten geht.
- Das Gesicht ist nicht geschützt. Schutz entsteht über Name als Marke, Bildsprache, Geschichte und Stimme.
- Technisch günstiger, in der Summe oft teurer, weil Wiedererkennung erarbeitet werden muss.
- Vor der Veröffentlichung eine Bildsuche mit dem erzeugten Gesicht. Auffällige Ähnlichkeit ist ein Ausschlussgrund.
Ob eine Figur zu Ihrem Vorhaben passt
In einer halben Stunde klären wir, ob Ihre Rolle besser von einer neutralen Figur oder von einer bestimmten Person getragen wird, und was die Figur an Frequenz verlangt. Wenn eine echte Person die richtige Antwort ist, sagen wir das. Sie gehen mit einer Einordnung aus dem Gespräch, nicht mit einem Angebot.
Termin vereinbaren
Wählen Sie einen Zeitpunkt, der Ihnen passt. Das Gespräch dauert dreißig Minuten und findet als Videokonferenz statt.
Die Terminbuchung läuft über Calendly. Beim Laden des Kalenders werden Daten an Calendly übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Anfrage stellen
Wenn Ihnen ein Termin zu früh ist, schildern Sie hier kurz Ihr Vorhaben. Sie bekommen eine Einschätzung, ob sich die Rechnung bei Ihrem Aufkommen trägt.
Ihre Anfrage ist angekommen. Wir melden uns in der Regel am selben Werktag.
Die Anfrage ließ sich nicht zustellen. Schreiben Sie uns bitte an info@aidentical.de.
AIdentical Redaktion, Video- und Avatarproduktion der sensified AI GmbH. Diese Seite ist eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen und keine Kundenreferenz. Wo Marktpreise genannt sind, stehen Herkunft und Stand dabei. Stand: August 2026. Mehr zur Redaktion
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Rolle einordnen lassen30 Minuten, ohne Vorbereitung