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Vorgehen

Mehrsprachiger KI-Avatar, was vor der ersten Sprachfassung zu klären ist

Eine Aufnahme trägt alle Sprachen, der Aufwand liegt danach in der Sprache. Welche Varianten, wer prüft, wie lang die Fassungen sein dürfen und wer für den Inhalt der dritten Fassung einsteht.

AIAIdentical Redaktion14. August 202614 Minuten
Kamera nimmt eine Frau auf, auf dem Klappdisplay ist ihr Bild zu sehen
Aufgenommen wird einmal. Entschieden wird vorher.
Beispielrechnung, keine Kundenreferenz

Diese Seite beschreibt das Vorgehen bei Sprachfassungen und nennt keine Zusage zur Güte einer einzelnen Sprache. Wie gut eine Fassung wird, hängt an der Sprache, am Fachgebiet und an der Prüfung, nicht an der Zahl der angebotenen Sprachen. Die genannten Fristen und Aufwände sind Erfahrungswerte aus eigenen Produktionen. Der Ort der Verarbeitung wird je Auftrag festgelegt und hängt von der gewählten Kette ab.

Kurz beantwortet

Eine Sprachfassung ist eine neue Tonspur zu einem bestehenden Bild, deshalb ist die fünfte Fassung weniger Arbeit als die erste. Vier Punkte gehören vor die erste Fassung: die regionale Variante, weil brasilianisches und europäisches Portugiesisch nicht dasselbe sind; die Frage, ob alle Fassungen gleich lang sein müssen, weil derselbe Inhalt je Sprache anders lang ausfällt; der Prüfweg, der gehört und nicht gelesen wird und nach ISO 17100 eine zweite Person verlangt; und die Pflege, damit die Fassungen nach der ersten Änderung nicht auseinanderlaufen. Der Kennzeichnungshinweis nach Artikel 50 gehört in die Sprache der Fassung.

Was gleich bleibt und was sich ändert

Bild aus einer Aufnahme, Ton je Sprache, Lippenbewegung nachgerechnet.

Eine Sprachfassung ist kein neues Video, sondern eine neue Tonspur zu einem bestehenden Bild. Aufgenommen wird die Person einmal. Für jede weitere Sprache entsteht eine Tonspur, und die Lippenbewegung im Bild wird zu dieser Tonspur nachgerechnet. Deshalb bleibt das Aussehen über alle Märkte gleich, und deshalb ist die fünfte Fassung erheblich weniger Arbeit als die erste.

Was bei einer weiteren Sprache tatsächlich neu entsteht.
Bestandteil Je Sprache neu Woran der Aufwand hängt
Aufnahme der Person nein einmalig, Güte entscheidet über alle Fassungen
Sprechtext ja Übersetzung und Prüfung, nicht die Technik
Stimme ja geklont oder aus dem Bestand gewählt, je Sprache anders brauchbar
Lippenbewegung ja wird gerechnet, trifft nicht in jeder Sprache gleich gut
Eingeblendete Schrift ja Länge und Leserichtung ändern sich mit der Sprache
Untertitel ja eigene Datei je Fassung, nicht automatisch mitgeliefert

Die letzten beiden Zeilen werden bei der Planung am häufigsten übersehen. Wer Schrift ins Bild legt, hat sie je Sprache neu zu setzen, und wer sie in arabischer oder hebräischer Fassung ausliefert, hat außerdem die Leserichtung gegen sich. Das ist kein technisches Problem, sondern eines des Bildaufbaus, und es lässt sich vermeiden, indem tragende Aussagen gesprochen und nicht geschrieben werden.

Standbild aus dem Demovideo: ein Mann spricht in die Kamera, links eingeblendet Flaggen für Chinesisch, Englisch und Italienisch
Dieselbe Person, dieselbe Aufnahme, drei Sprachen. Das Video läuft erst, wenn Sie es starten.

Das Video liegt bei Wistia. Erst beim Abspielen werden Daten dorthin übertragen, unter anderem Ihre IP-Adresse. Näheres in der Datenschutzerklärung.

Sprache ist nicht gleich Sprachraum

Portugiesisch für Brasilien oder Portugal ist eine Entscheidung.

Die erste Festlegung ist nicht die Zahl der Sprachen, sondern die Variante. Wer Portugiesisch bestellt, bekommt eine der beiden Fassungen, und für einen brasilianischen Markt klingt die europäische fremd. Dasselbe gilt für Spanisch, für Chinesisch und für das Verhältnis von britischem und amerikanischem Englisch. Die Auswahl gehört zum Vorhaben und nicht in die Produktion.

Fünf Sprachen, bei denen die Variante vorher zu klären ist.
Sprache Varianten, die auseinandergehalten werden müssen Woran es auffällt
Portugiesisch Brasilien und Portugal Aussprache und Wortwahl, für Muttersprachler sofort hörbar
Spanisch Spanien und Lateinamerika Anrede und Wortwahl, dazu unterschiedliche Fachbegriffe
Chinesisch Mandarin und Kantonesisch, Kurz- und Langzeichen gesprochen und geschrieben zwei getrennte Entscheidungen
Englisch britisch und amerikanisch Schreibweise in Untertiteln, Maße und Datumsformat
Arabisch Hocharabisch und regionale Varietäten Hocharabisch versteht man, aber es klingt förmlich

An der Variante hängen mehr als Wörter. Datumsangaben, Zahlformate, Maßeinheiten und Preisangaben mit oder ohne Steuer sind je Markt verschieden. Ein Video, das im deutschen Original einen Preis nennt, ist in vier Sprachfassungen ein Video mit vier Angaben, die je Markt richtig oder falsch sein können. Das ist einer der Gründe, verbindliche Zahlen nicht ins Bild zu nehmen.

Die Länge geht auseinander

Derselbe Inhalt braucht in jeder Sprache unterschiedlich viel Zeit.

Wer eine deutsche Fassung ins Englische bringt, bekommt einen kürzeren Text, und ins Französische einen längeren. Das ist keine Eigenart eines Werkzeugs, sondern eine Eigenschaft der Sprachen. Bei einem Werbefilm mit Musikbett und festen Schnittmarken entscheidet das über die Machbarkeit, bei einem Schulungsvideo ist es folgenlos.

Es gibt zwei Wege, und beide sind vertretbar. Der erste lässt die Fassungen unterschiedlich lang werden. Das ist der einfachere Weg und passt für Schulung, Einarbeitung und Produkterklärung. Der zweite hält die Länge fest und bringt den Text je Sprache darauf. Dann übersetzt niemand Satz für Satz, sondern schreibt die Aussage in der Zielsprache neu, mit dem Zeitfenster als Vorgabe. Das ist mehr Arbeit und braucht jemanden, der beides kann, die Sprache und den Inhalt.

Wann die gleiche Länge erforderlich ist und wann nicht.
Vorhaben Länge darf abweichen Warum
Einarbeitung, Schulung ja niemand vergleicht die Fassungen nebeneinander
Produkterklärung auf der Website ja steht je Sprachversion der Seite allein
Werbefilm mit Musikbett nein Schnitt und Musik hängen an der Länge
Video in einer Anwendung mit festem Fenster nein das Fenster gibt die Zeit vor
Messeloop mit mehreren Sprachen nacheinander nein der Umlauf soll planbar bleiben

Wer die Länge gleich halten will, bestellt keine Übersetzung, sondern eine Neufassung mit Zeitvorgabe. Das ist eine andere Leistung und gehört auch so beauftragt.

Der Prüfweg je Fassung

Hören statt lesen, und durch eine zweite Person.

Eine Sprachfassung wird nicht am Text abgenommen, sondern am fertigen Ton. Der Grund ist einfach: Fehler in der Aussprache stehen nicht im Text. Ein Firmenname, eine Abkürzung, eine Ziffernfolge, eine Produktbezeichnung mit englischem Ursprung in einem französischen Satz, all das liest sich richtig und klingt falsch.

  1. Übersetzung anlegen, mit Glossar und mit der Fassung, die maßgeblich ist.
  2. Revision durch eine zweite Person, die die Sprache spricht und das Fachgebiet kennt. ISO 17100 verlangt diese Trennung für die Konformität, und sie ist auch ohne Zertifikat der Grund, warum Fehler gefunden werden.
  3. Tonspur erzeugen und anhören, mit Blick auf Namen, Zahlen, Abkürzungen und Fachbegriffe.
  4. Bild mit nachgerechneter Lippenbewegung ansehen, bei Sprachen mit anderen Lautbildern genauer.
  5. Untertitel gegen den gesprochenen Text prüfen, nicht gegen die Übersetzung.
  6. Freigabe durch jemanden aus dem Zielmarkt, dokumentiert mit Datum und Stand.

Für maschinell übersetzte und danach nachbearbeitete Texte beschreibt ISO 18587 den Umfang dieser Nachbearbeitung und unterscheidet dabei zwischen vollständigem und leichtem Posteditieren. Diese Unterscheidung ist nützlich für die Beauftragung: Für ein Video, das ein Unternehmen nach außen vertritt, ist die leichte Fassung zu wenig.

Person prüft am Bildschirm eine Videoaufnahme mit Textspur
Geprüft wird der fertige Ton, nicht die Übersetzung auf Papier.

Glossar vor der ersten Übersetzung

Fachbegriffe einmal festlegen, sonst entscheidet die Maschine jedes Mal neu.

Der häufigste Mangel in Sprachfassungen ist kein Fehler, sondern Unbeständigkeit. Derselbe Begriff heißt im ersten Video so und im dritten anders, weil zwischen beiden niemand festgelegt hat, wie er heißt. Bei Produktnamen, Rollenbezeichnungen und Fachbegriffen aus der eigenen Branche fällt das den Adressaten auf, und zwar bevor sie es benennen können.

Ein Glossar dagegen ist schnell gemacht und trägt über Jahre. Für den Anfang genügt eine Liste mit drei Spalten: der Begriff im Original, die verbindliche Entsprechung je Sprache, und eine Zeile dazu, was gemeint ist. Die dritte Spalte ist die wichtigste, weil sie verhindert, dass jemand später eine plausible falsche Entsprechung einträgt.

Fünf Arten von Einträgen, die den größten Unterschied machen.
Was ins Glossar gehört Beispiel Warum
Produkt- und Markennamen bleibt unübersetzt wird sonst je Fassung anders behandelt
Rollen und Abteilungen Serviceleitung, Werkstattleitung hat je Land keine wörtliche Entsprechung
Fachbegriffe der Branche Prüfprotokoll, Freigabe, Abnahme wird sonst umgangssprachlich übersetzt
Abkürzungen wird gesprochen oder ausgeschrieben entscheidet über die Aussprache in der Tonspur
Anrede förmlich oder vertraut in manchen Sprachen eine Entscheidung, in anderen nicht

Die Anrede verdient eine eigene Bemerkung. Ein deutscher Text, der siezt, wird in einer Sprache ohne diese Unterscheidung neutral, und in einer anderen entscheidet der Übersetzer nach Gefühl. Wer in Deutschland förmlich auftritt und in der spanischen Fassung plötzlich duzt, sendet zwei verschiedene Botschaften über dasselbe Haus.

Die Stimme in einer Sprache, die die Person nicht spricht

Ein Stimmklon überträgt den Klang, nicht die Sprachkenntnis.

Wenn die Stimme der abgebildeten Person geklont wird, spricht sie in der fremden Sprache mit ihrem Klang, aber ohne ihre Sprechgewohnheiten in dieser Sprache. Für Muttersprachler klingt das je nach Sprachpaar zwischen unauffällig und fremd. Bei Sprachen mit Lauten, die im Deutschen nicht vorkommen, hört man es am ehesten.

Daraus ergibt sich eine Entscheidung, die weniger technisch ist, als sie aussieht: geklonte Stimme über alle Sprachen, oder je Sprache eine passende Stimme aus dem Bestand. Der Klon hält die Person zusammen, die Bestandsstimme klingt im Zielmarkt vertrauter. Bei einer Botschaft der Geschäftsführung überwiegt meist das erste, bei Schulungsvideos das zweite.

Wann der Klon trägt und wann die Bestandsstimme.
Fall Empfehlung Begründung
Ansprache der Geschäftsführung geklonte Stimme die Person soll erkennbar dieselbe sein
Schulung, Einarbeitung Stimme aus dem Bestand Verständlichkeit wiegt mehr als Wiedererkennung
Kundenansprache im Zielmarkt je Markt prüfen Fremdheit im Klang wirkt hier unmittelbar
Sprache mit fremden Lauten Probe vor der Entscheidung hier entscheidet das Gehör, nicht die Absicht
Beispielrechnung, keine Kundenreferenz

Ein Stimmklon setzt die ausdrückliche Einwilligung der Person voraus, und zwar für die Sprachen und die Verwendung. Was dabei zu regeln ist, steht auf der Seite zu den Rechten der abgebildeten Person.

Zwei Personen gehen am Tisch Unterlagen mit Textstellen durch
Welche Stimme in welcher Sprache trägt, entscheidet eine Probe und nicht die Absicht.

Kennzeichnung in der Sprache der Fassung

Ein deutscher Hinweis unter einem spanischen Video erreicht niemanden.

Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt, dass erkennbar ist, wenn ein Inhalt künstlich erzeugt oder verändert wurde, und dass diese Offenlegung klar und unterscheidbar erfolgt. Beim Übersetzen bleibt dieser Hinweis regelmäßig stehen, wie er ist, weil er nicht im Sprechtext steht, sondern in der Beschreibung, im Abspann oder auf der Seite unter dem Video.

Damit ist die Pflicht in der Sache nicht erfüllt. Ein Hinweis, den der Adressat nicht lesen kann, erklärt ihm nichts. Wir führen deshalb den Kennzeichnungstext als eigenen Eintrag im Glossar und geben ihn je Fassung mit aus, an derselben Stelle wie im Original.

  • Der Hinweis steht in der Sprache der Fassung.
  • Er steht an derselben Stelle wie im Original, damit er nicht je Markt verschieden auffindbar ist.
  • Er wird bei jeder Neuerzeugung mitgeprüft, weil er beim Austausch der Tonspur leicht verloren geht.
  • Untertitel und Beschreibung gehören dazu, nicht nur der Abspann.

Dieselbe Überlegung gilt für Untertitel überhaupt. Sie sind keine Beigabe, sondern für einen Teil der Zuschauer die einzige Fassung, die ankommt: in Umgebungen ohne Ton, bei Hörbeeinträchtigung und bei Zuschauern, die die Sprache lesen, aber schlechter hören. Eine Untertiteldatei je Fassung gehört deshalb in den Lieferumfang und nicht in eine späthere Ausbaustufe.

Pflege, oder wie Fassungen auseinanderlaufen

Nach der dritten Änderung stimmt eine Fassung nicht mehr.

Der Vorteil erzeugter Videos liegt in der Änderung: Text anpassen, neu erzeugen, fertig. Bei mehreren Sprachen wird daraus die Hauptquelle für Fehler. Der deutsche Text wird geändert, weil jemand einen Fehler gemeldet hat. Die übrigen vier Fassungen bleiben, wie sie sind, weil sie nicht im Blick waren. Nach einem halben Jahr sagt das Unternehmen in fünf Sprachen fünf verschiedene Dinge.

Vier Festlegungen, ohne die die Pflege nach dem ersten Jahr aufhört.
Was festgelegt sein muss Warum Wie wir es lösen
Wer ändern darf sonst ändert jeder seine Fassung eine Stelle führt den Text, die anderen melden
Stand je Fassung sonst weiß niemand, was aktuell ist Nummer und Datum in der Ablage und in der Beschreibung
Was eine neue Fassung erzwingt sonst wird nachgerechnet oder nie Liste der Angaben, deren Änderung alle Fassungen auslöst
Wer je Sprache freigibt sonst geht es ohne Prüfung live eine benannte Person je Markt, mit Frist

Der dritte Punkt lohnt eine eigene Liste. Nicht jede Änderung rechtfertigt fünf neue Fassungen; eine geglättete Formulierung im deutschen Text tut es nicht. Angaben zu Preis, Frist, Leistungsumfang, Zuständigkeit und Rechtsfolgen hingegen schon, und diese Liste steht besser vorher fest als im Einzelfall.

Gruppe in einem Schulungsraum verfolgt eine Präsentation am Bildschirm
Fünf Sprachfassungen sind fünf Bestände, die gepflegt werden müssen.

Wer haftet für die dritte Fassung

Eine falsche Übersetzung ist nicht nur ein sprachlicher Mangel.

Sobald ein Video Angaben enthält, an denen jemand ein Interesse hat, wird die Übersetzung zur Rechtsfrage. Eine Frist, die in der deutschen Fassung vierzehn Tage lautet und in der italienischen dreißig, ist keine Nuance. Wer sich auf die Fassung in seiner Sprache verlässt, wird sich darauf berufen.

Drei Festlegungen halten das im Rahmen. Erstens: verbindliche Angaben gehören nicht ins Video, sondern auf die Seite darunter, wo sie ohne Neuerzeugung geändert werden können. Zweitens: die maßgebliche Fassung wird benannt, in der Beschreibung und im Vertrag. Drittens: die Freigabe je Markt wird dokumentiert, damit später nachvollziehbar ist, wer den Inhalt in dieser Sprache bestätigt hat.

Was im Video steht, ist in fünf Sprachen fünf Aussagen. Was auf der Seite darunter steht, ist eine Angabe, die sich korrigieren lässt.

Auch bei einem sprechenden Avatar, der antwortet statt vorzulesen, gilt das, und zwar verschärft: Dort entsteht der Satz erst im Gespräch, und niemand hat ihn vorher in dieser Sprache gelesen. Wie die Grenze zwischen Auskunft und Zusage zu ziehen ist, steht auf der Seite zum Kundendienst.

Reihenfolge, die Geld spart

Erst entscheiden, welche Sprachen kommen, dann aufnehmen.

Die Reihenfolge ist der Punkt, an dem sich der Aufwand entscheidet, und er wird meistens umgekehrt begangen: erst das deutsche Video, Monate später die Frage nach weiteren Sprachen. Dann steht der Text bereits im Bild, mit Formulierungen, die für eine Sprache geschrieben wurden.

  1. Festlegen, welche Sprachen und Varianten in den nächsten zwölf Monaten kommen, auch wenn zunächst nur eine bestellt wird.
  2. Den Sprechtext übersetzungsfähig schreiben: keine Wortspiele, keine Redewendungen, keine Vergleiche, die außerhalb des deutschsprachigen Raums nicht tragen.
  3. Glossar anlegen, bevor die erste Übersetzung beginnt.
  4. Entscheiden, ob die Länge je Fassung gleich bleiben muss.
  5. Erst dann aufnehmen, mit Blick auf die Aufnahme, die alle Fassungen tragen muss.
  6. Erste Fremdsprache als Probe behandeln, prüfen, und den Prüfweg danach für die übrigen festschreiben.
Wo der Aufwand liegt und was sich je Sprache wiederholt.
Schritt Was dabei anfällt Fällt erneut an
Aufnahme und deutsche Fassung Vorbereitung, Aufnahme, Schnitt, Freigabe nein, trägt alle weiteren Fassungen
Zweite Sprache Übersetzung, Revision, Tonspur, Lippenbewegung, Untertitel ja, je Sprache
Dritte bis fünfte Sprache derselbe Ablauf ohne den Aufbau davor ja, je Sprache
Änderung am Inhalt alle Fassungen neu erzeugen und erneut prüfen ja, je Änderung und je Fassung

Nach der ersten Fassung liegt der Aufwand in der Sprache und nicht in der Technik. Er sinkt deshalb je Sprache, während die Prüfung gleich bleibt: sie ist der Posten, der nicht billiger wird. Die Zahlen dazu stehen auf der Preisseite.

Wann sich Sprachfassungen nicht lohnen

Drei Fälle, in denen wir davon abraten.

Nicht jedes Vorhaben wird durch weitere Sprachen besser. Drei Fälle sprechen dagegen, und in allen drei sagen wir es vorher.

  • Der Inhalt ändert sich häufiger als vierteljährlich. Dann kostet die Pflege mehr, als die Fassungen einbringen, und die Fassungen stimmen im Zweifel nicht.
  • Im Zielmarkt gibt es niemanden, der prüfen kann. Eine Fassung ohne Prüfung ist ein Risiko, das größer ist als der Gewinn an Reichweite.
  • Die Zielgruppe arbeitet ohnehin auf Englisch. In vielen technischen Bereichen ist die englische Fassung die gelesene, und eine zusätzliche Landessprache verdoppelt nur die Pflege.

Der zweite Fall ist der häufigste und wird am seltensten benannt. Wer eine Sprache bestellt, für die im eigenen Haus niemand einstehen kann, verlagert die Verantwortung auf den Dienstleister, und der kann sie für den Inhalt nicht übernehmen. Wir schlagen dann vor, mit den Sprachen anzufangen, für die es eine prüfende Person gibt, und die übrigen später zu ergänzen.

Was Sie als Nächstes lesen sollten

Drei Seiten, die an dieser hängen.

Wer wissen will, wie die Lippenbewegung nachgerechnet wird und wo sie bricht, findet das auf der Seite zum Bewegtbild. Wer den Avatar antworten lassen will statt vorlesen, findet die Kette zwischen Frage und Antwort auf der Seite zum Avatar-Chatbot, und den Dienstbetrieb dazu auf der Seite zum Kundendienst.

Wer die Rechte der abgebildeten Person regeln will, insbesondere für den Stimmklon in fremden Sprachen, findet die Punkte für die Einwilligung auf der eigenen Seite dazu. Und wer noch vor der Grundsatzfrage steht, findet den Überblick über alle Schritte auf der Einstiegsseite.

Häufige Fragen zu mehrsprachigen Avataren

Braucht jede Sprache eine neue Aufnahme?

Nein. Die Sprache hängt an der Tonspur, das Bild bleibt dieselbe Aufnahme, und die Lippenbewegung wird zur neuen Tonspur nachgerechnet. Deshalb ist die zweite Fassung deutlich weniger Arbeit als die erste. Der Aufwand verschiebt sich dabei von der Kamera zur Sprache: Sie nehmen einmal auf und prüfen danach je Fassung den Text.

Wie viele Sprachen sind wirklich brauchbar?

Die Anbieter nennen dreistellige Zahlen, und diese Zahl beantwortet die Frage nicht. Brauchbar ist eine Sprache dann, wenn Aussprache, Betonung und Fachbegriffe stimmen, und das lässt sich nur je Sprache beurteilen. Verlässlich sind in unserer Erfahrung die großen europäischen Sprachen. Bei Sprachen mit Tonhöhenunterscheidung, bei arabischen Varietäten und überall dort, wo Ihre Fachbegriffe selten vorkommen, gehört eine Probe vor die Entscheidung, nicht danach.

Warum ist die englische Fassung kürzer als die deutsche?

Weil derselbe Inhalt in verschiedenen Sprachen verschieden lang ausfällt. Deutsch trägt gegenüber Englisch regelmäßig mehr Zeichen, romanische Sprachen ebenfalls. Bei einem gedrehten Video ist das ein Randproblem, bei erzeugtem Bild wird es zur Bauentscheidung: Entweder alle Fassungen dürfen unterschiedlich lang sein, oder der Text wird je Sprache auf die Länge gebracht. Beides ist möglich, aber es muss vorher entschieden sein, weil eingeblendete Schrift und Schnittmarken daran hängen.

Wer prüft die Fassungen?

Jemand, der die Sprache spricht und Ihr Fachgebiet kennt, und zwar nicht die Person, die übersetzt hat. Diese Trennung ist keine Erfindung von uns: Die Norm für Übersetzungsdienstleistungen, ISO 17100, verlangt für ihre Konformität ausdrücklich eine Revision durch eine zweite Person. Für nachbearbeitete maschinelle Übersetzung beschreibt ISO 18587 den Umfang. Bei uns heißt das praktisch: die Fassung wird gehört, nicht gelesen, weil Aussprachefehler im Text unsichtbar sind.

Was passiert, wenn sich der Inhalt ändert?

Dann werden alle Fassungen neu erzeugt, und genau darin liegt der Vorteil und die Gefahr. Der Vorteil: keine neuen Aufnahmen. Die Gefahr: Fassungen laufen auseinander, wenn nur die deutsche geändert wird. Deshalb braucht jede Fassung einen Stand, und der Stand gehört sichtbar in die Ablage, nicht in die Erinnerung der Person, die zuletzt daran gearbeitet hat.

Gilt die Kennzeichnungspflicht für jede Sprachfassung?

Ja, und sie gehört in die Sprache der jeweiligen Fassung. Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt, dass die Offenlegung klar und erkennbar erfolgt. Ein deutscher Hinweis unter einem spanischen Video erfüllt das nicht, weil er den Adressaten nicht erreicht. Das ist beim Übersetzen die am häufigsten vergessene Zeile, weil sie nicht im Sprechtext steht, sondern in der Beschreibung.

Übersetzen oder erst schreiben?

Erst schreiben, dann übersetzen, und der Text wird vor der Aufnahme fertig. Wer die deutsche Fassung aufnimmt und erst danach entscheidet, welche Sprachen dazukommen, zahlt das zweimal: Formulierungen, die sich schlecht übersetzen lassen, stehen dann bereits im Bild. Ein Satz mit Wortspiel, eine Redewendung, ein Vergleich aus dem deutschen Arbeitsalltag: alles davon wird in der Übersetzung teuer.

Kann ich bestehende Videos mit echten Sprechern übersetzen lassen?

Für die Tonspur gibt es Verfahren, für das Bild nicht ohne Weiteres. Ein bestehendes Video lässt sich nachsynchronisieren und die Lippenbewegung nachrechnen, aber das Ergebnis hängt an der Aufnahme: Halbprofil, starke Gestik und Schnitte im Satz machen es schlechter. Wenn Sprachen absehbar dazukommen, ist es günstiger, die Aufnahme von vornherein dafür anzulegen.

Braucht die abgebildete Person eine eigene Einwilligung je Sprache?

Die Einwilligung sollte die Sprachen ausdrücklich nennen, und dafür gibt es einen Grund, der über Formalien hinausgeht: Die Person sagt in der neuen Fassung Sätze, die sie nicht gelesen hat und deren Sprache sie oft nicht versteht. Wir regeln deshalb im Vertrag, welche Sprachen erlaubt sind und wer den Inhalt je Fassung freigibt. Näheres zu den Rechten der abgebildeten Person steht auf der eigenen Seite dazu.

Welche Fassung gilt, wenn zwei sich widersprechen?

Die, die im Vertrag als maßgeblich benannt ist. Sobald ein Video Angaben zu Leistung, Preis oder Frist enthält, ist eine falsche Übersetzung nicht nur ein sprachlicher Mangel. Deshalb gehört in die Beschreibung jeder Fassung ein Satz dazu, welche Sprache im Zweifel gilt, und bei verbindlichen Angaben gehören sie besser gar nicht ins Video, sondern auf die Seite darunter.

Zum Mitnehmen

  • Die Zahl der angebotenen Sprachen sagt nichts über die Güte einer einzelnen. Entscheiden Sie je Sprache, nach einer Probe.
  • Regionale Variante festlegen, nicht nur die Sprache: brasilianisches oder europäisches Portugiesisch ist eine Entscheidung, keine Einstellung.
  • Derselbe Inhalt ist je Sprache unterschiedlich lang. Vor der ersten Fassung entscheiden, ob die Länge gleich bleiben muss.
  • Prüfen heißt hören, nicht lesen, und zwar durch eine zweite Person. ISO 17100 verlangt die Revision genau deshalb.
  • Der Kennzeichnungshinweis nach Artikel 50 gehört in die Sprache der Fassung, sonst erreicht er den Adressaten nicht.
  • Jede Fassung braucht einen sichtbaren Stand, sonst laufen sie nach der ersten Änderung auseinander.

Zuerst die Sprachliste, dann die Aufnahme

In einer halben Stunde klären wir, welche Sprachen und Varianten Sie wirklich brauchen, wer je Markt prüfen kann und ob die Fassungen gleich lang sein müssen. Wenn für eine gewünschte Sprache niemand einstehen kann, sagen wir es, bevor sie im Angebot steht.

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AIdentical Redaktion, Video- und Avatarproduktion der sensified AI GmbH. Diese Seite ist eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen und keine Kundenreferenz. Wo Marktpreise genannt sind, stehen Herkunft und Stand dabei. Stand: August 2026. Mehr zur Redaktion

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Sprachliste besprechen30 Minuten, ohne Vorbereitung

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